Kunst: Verbindung von Kunst und Natur

Kunst : Verbindung von Kunst und Natur

Die Niederländerin Ellen Welten hat in Niedereich bei Gerolstein einen Skulpturengarten angelegt. Liebhaber von Kunst und Rosen und Bäumen sind willkommen.

Ein Garten verändert sein Gesicht von Jahreszeit zu Jahreszeit, von Jahr zu Jahr. Das trifft in besonderer Weise auch auf den Skulpturengarten von Ellen Welten zu.

Die Rosen und mehrjährigen Blumen und die Bäume, die sie im vorigen Jahr zur Eröffnung gepflanzt hatte, entwickeln sich prächtig. Die Blühpflanzen bilden am Tag nach einem ausgiebigen Regen Farbtupfer in der weiträumigen Wiesenfläche. Auch das Konzept der Ausstellung wurde verändert. Da sich zu den 20 Teilnehmern vom Vorjahr weitere zehn gesellt hätten und sich die Anzahl der Exponate auf 200 verdoppelt habe, sei es erforderlich geworden, neu zu arrangieren, erklärt Ellen Welten dem Trierischen Volksfreund.

    Jeder Künstler ist nun mit seinen Arbeiten an einer bestimmten Stelle zu entdecken – an einem der Teiche, entlang einer Hecke, unter den alten Obstbäumen, in der zur Galerie umgewandelten ehemaligen Werkstatt und was sich sonst noch alles auf dem mehr als 10 000 Quadratmeter großen Gelände zum Präsentieren eignet.

Nur ihren eigenen Bronzeskulpturen – wie die Dame mit Flügeln, das Fohlen, das Pferd mit Reiterin, die Skulpturen „Hingabe“, „in sich gekehrt“ und „Balance“, der Fuchs, der Schwan, das Eichhörnchen – begegnet man überall auf dem Gelände.

    Die aus den Niederlanden stammende Kunstpädagogin, Künstlerin, Reiterin und Pferdehalterin Ellen Welten (63) und ihr Ehemann hatten das weitläufige Gebäude mit Wohnung, Ateliers und Ferienapartments sowie die Stallungen und den dazugehörigen Grundbesitz im Jahr 2014 entdeckt und gekauft. Von Anfang habe sie den Traum eines Skulpturengartens gehabt, erzählt Ellen Welten.

Nun ist sie schon im zweiten Jahr tagein, tagaus damit beschäftigt. Freut sich über Besucher, über Einheimische ebenso wie über Urlauber. So wie Yvonne und Robert Spee, Niederländer wie Ellen Welten, zurzeit im Campingurlaub in Müllenborn und jetzt auf Entdeckungstour in Niedereich.

Ihre Nachbarn auf dem Zeltplatz hätten sie auf den Skulpturengarten aufmerksam gemacht, erzählen sie dem TV. „So ein schöner Park mit so vielen verschiedenen Kunstwerken und Pflanzen!“, schwärmen sie.

Und schlendern weiter zu der Büste aus Stein, die der blinde Bildhauer George Kabel, ebenfalls ein Niederländer, geschaffen hat. Zu den Drahttieren der in Berlingen lebenden Schwedin Susann Stelling. Zur Glaskunst von Beate Kloep und Cosmo Ombre, in deren Galerie B&C in Hillesheim Ellen Welten schon ausstellte (der TV berichtete). Zu Sjaak Smetsers‘ Fabeltierskulpturen aus Bronze und Glas auf Sockeln aus Stein und Stahl. Zu Ulla Große Meininghaus’ „Lady“ aus Holz und Beton.

Ellen Welten (Mitte) hat in Niedereich einen Garten angelegt, in dem sie neben Pflanzen, Blumen und Bäumen jetzt über Sommer etwa 200 Skulpturen präsentiert - zur Freude von Besuchern wie Yvonne Spee (links) und Robert Spee. Foto: Brigitte Bettscheider

   Ellen Welten weist noch darauf hin, dass alle Exponate käuflich zu erwerben sind. Und auch da ist die Bandbreite enorm: 25 Euro kostet der Keramikspatz, der in die hohle Hand passt, 20 000 Euro hingegen die lebensgroße Bronzefrau, liegend.

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