Erholung in Sicht

TRIER. (red) Die regionale Konjunktur ist auf dem Weg der Erholung. Drei Viertel aller Unternehmen kennzeichnen ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend. Zu diesen Ergebnissen kommt die IHK Trier in ihrer Herbstkonjunktur-Umfrage, die auf den Antworten von über 200 Unternehmen basiert.

Für die kommenden zwölf Monate erwarten 27 Prozent der Betriebe eine weitere Verbesserung ihrer Geschäftslage. Nur 18 Prozent befürchten eine schwächere Betriebskonjunktur, während gut die Hälfte der Befragten eine konjunkturelle Seitwärtsbewegung erwartet. Für die kommenden Monate gehen die regionalen Unternehmen laut der Industrie- und Handelskammer (IHK) von moderat steigenden Umsätzen aus, nachdem sich im vergangenen Jahreszeitraum die Umsatz- und Gewinnentwicklung in vielen Fällen nicht zufriedenstellend gestaltete. Eine Trendwende deutet sich auch im Investitionsbereich an, wo die Abwärtsbewegung gestoppt scheint. Wollten im Frühjahr noch 32 Prozent der Unternehmen ihre Investitionsausgaben senken, sind es gegenwärtig nur noch 20 Prozent. Die positiven Konjunktursignale gehen vor allem vom Industrie- und Dienstleistungssektor aus, während im Handelsbereich noch eine Skepsis vorherrscht. Diese wird aber eher vom Großhandel und den Handelsvermittlern gehegt, während der Einzelhandel optimistischer ins nächste Jahr blickt. Dem positiven Stimmungswandel in der Industrie kommt laut IHK-Konjunkturexperte Matthias Schmitt besondere Bedeutung zu, da das verarbeitende Gewerbe im Konjunkturzyklus oft eine Lokomotivfunktion übernehme. Steigende Auftragseingänge aus dem Ausland, sehr gute Exporterwartungen sowie ein steigender Auslastungsgrad der Produktionskapazitäten der Industrieunternehmen dürften auch positive Impulse an die unternehmensnahen Dienstleister und die übrigen Branchen weitergeben. "Die Achillesferse für die regionale Konjunktur sind immer noch die schwache Binnennachfrage und die weiterhin verhaltenen Beschäftigungspläne der Betriebe. Ohne eine Senkung der Lohnzusatzkosten droht eine konjunkturelle Erholung an den Erwerbssuchenden vorbeizugehen", fürchtet Schmitt.