Breu bastelt an seinem Team

Dass er einen Vertrag als Cheftrainer bis Sommer 2012 bekommt, beweist: Reinhold Breu soll der neue starke Mann bei Eintracht Trier werden. Das wurde auch bei der Mitgliederversammlung deutlich. An seine Seite will Breu indes seinen ehemaligen Weggefährten Josef Steinberger holen. Er soll neuer U-23-Trainer werden.

Trier. (bl) "Ich will für Nachhaltigkeit stehen. Wir haben im Jugendbereich viel begonnen. Es ist mir ein großes Anliegen, bis 2012 konzeptionell zu arbeiten": Reinhold Breu, Nachfolger des beurlaubten Mario Basler als Cheftrainer von Eintracht Trier, bleibt seiner Linie treu. Ohne Umschweife legt er auf den Tisch, was er will. Der 39-Jährige bekommt direkt einen Zweieinhalb-Jahresvertrag als Trainer. Das ist auch ein Indiz für das Vertrauen, das ihm der Vorstand entgegenbringt. "Er ist ein Fußballverrückter und ein akribischer Arbeiter", sagt Eintracht-Vorstandsmitglied Ernst Wilhelmi.

Formell wird Breu ab Sommer nicht mehr als Jugendkoordinator fungieren. Doch der Niederbayer sagt klar: "Ich gebe weiterhin die Leitlinien im Jugendbereich vor." Breu als eine Art Generalmanager nach englischem Vorbild.

Dazu wird der 39-Jährige Vertrauens-Leute um sich scharen. Mitarbeiter, mit denen er eng zusammenarbeiten wird. Einer von ihnen soll Josef Steinberger werden. Er soll unter anderem Breus Nachfolger als Trainer der U 23 werden. "Er ist der Kandidat, der der Vorstandschaft bereits bekannt ist", bestätigt Breu dem TV.

Steinberger und er kennen sich aus früheren Zeiten beim SSV Jahn Regensburg. Zwischen Juli 2005 und Februar 2008 war Breu Jugendkoordinator bei den Oberpfälzern, Steinberger damals U-17-Trainer und Koordinator in der B- und C-Jugend. Derzeit ist Steinberger beim SSV Jahn Regensburg Trainer der U-17-Bayernliga-Mannschaft.

Breu soll die Verzahnung zwischen Jugend- und Seniorenbereich vorantreiben. "Wir brauchen künftig eine Mannschaft mit hochkarätigen Talenten aus der Region und bezahlbaren Spielern von außerhalb", sagte Roman Gottschalk bei der Eintracht-Mitgliederversammlung im Nells Park Hotel. Der 45-jährige Unternehmer (verheiratet, zwei Kinder, bislang im Aufsichtsrat) ist dort neu in den dreiköpfigen Vorstand gewählt worden (Harry Thiele und Wilhelmi wurden in ihren Ämtern bestätigt). Robert Bläsius trat aus beruflichen Gründen nicht mehr an. Im Aufsichtsrat bleibt er aber weiter aktiv.

Die Stärkung als Talentschuppen macht sich auch in Zahlen bemerkbar. Der Eintracht-Jugendeat soll in der nächsten Saison auf 325 000 Euro steigen - dank der avisierten Anerkennung als DFB-Jugendleistungszentrum.

In anderen Bereichen wird dagegen gespart. Für die erste Mannschaft sind in der nächsten Spielzeit 850 000 Euro eingeplant - sollte der DFB-Pokal erreicht werden, steigt das Budget um 150 000 Euro.

Neu im künftigen Eintracht-Aufsichtsrat ist neben Bläsius auch der Jurist Alexander Bergweiler. Ausgeschieden ist neben Gottschalk Werner Schaack.