Banger Blick auf den Flugplan

Vor dem Regionalliga-Spiel am heutigen Samstag gegen den 1. FC Köln II (14 Uhr, Moselstadion) plagen Reinhold Breu, Cheftrainer von Eintracht Trier, im Sturm Personalsorgen.

Trier. (bl) Kommt er noch rechtzeitig? Eintracht-Stürmer Wilko Risser ist nicht wie geplant am Freitag pünktlich zum Abschlusstraining vom Länderspiel der namibischen Nationalmannschaft in Südafrika zurückgekehrt. Der Grund: Wegen eines technischen Defekts konnte das Flugzeug in Durban nicht starten. Risser hängt fest und scharrt mit den Hufen. Eintracht-Trainer Reinhold Breu: "Er hat sich gemeldet, er ist aufgebracht. Er will heute unbedingt spielen."

Der 27-Jährige soll nun am heutigen Samstagmorgen in Deutschland landen - dann dürfte es doch noch was mit einem Einsatz gegen Köln werden. "Wenn Wilko um 13.30 Uhr in Trier eintrifft, steht er um 14 Uhr auf dem Platz", sagt Breu.

Sturmkollege Sahr Senesie soll nur zum Einsatz kommen, wenn er zu 100 Prozent fit ist. Aufschluss darüber sollte das gestrige Abschlusstraining geben. Wegen Adduktoren-Problemen musste Senesie zuletzt im Auswärtsspiel beim Bonner SC vorzeitig ausgewechselt werden.

Ansonsten sind die Alternativen im Angriff rar. Yannick Salem fehlt noch wegen Zeh-Problemen. Tim Eckstein ist nach überstandenem Muskelfaserriss wohl nur ein Kandidat für einen kürzeren Einsatz.

Kommt es hart auf hart, dürfte Breu einen seiner Jungspunde ins kalte Wasser werfen. Vor allem Julian Bidon habe sich mit einer guten Trainingswoche in den Vordergrund gerückt.

Gegen Köln hofft Breu, der sich gestern trotz noch ausstehender Vollzugsmeldung beim Thema Cheftrainer-Vertragsgetaltung erneut zuversichtlich gab, unter anderem auf viel Elan über die linke Seite (Andy Rakic, Martin Wagner).

Der Eintracht fehlte zuletzt die Fähigkeit, in entscheidenden Spielsituationen gegen den Gegner empfindliche Nadelstiche zu setzen. Breu ist optimistisch, in diesem Bereich Fortschritte zu machen: "Die Disziplin bei uns ist da. Wir zerfallen nicht mehr, wenn wir in Rückstand geraten. Und wir fangen keine dummen Kontertore mehr. Die Grundordnung stimmt. Wir wissen um den Ernst der Lage, aber wir verfallen nicht in Panik."

Viererkette

Alles Wichtige zu Triers Gegner 1. FC Köln II: Aktuelles: Das Gastspiel in Trier ist für Köln II die dritte Partie binnen sieben Tagen. Am vergangenen Samstag siegten die Rheinländer 4:3 gegen Elversberg. Gegen Leverkusen II gab es am Dienstag ein 0:0. Wegen Verletzung fehlen Dennis Schulte und Dennis Gülpen. Formkurve: Konstanz ist auch in dieser Saison Trumpf bei der U 23 des FC. Bis dato war Köln nie schlechter als auf Rang acht platziert, seit dem 13. Spieltag hat sich das Team auf den Plätzen fünf oder sechs eingenistet. Der 3:0-Erfolg gegen Trier in der Hinrunde war Kölns bislang höchster Saisonsieg. Stärken: Die Spieler sind fußballerisch gut ausgebildet. Ex-Profi Carsten Cullmann (34) gibt der Abwehr Stabilität. Schwächen: Im Spiel nach vorne fehlt nicht selten die Durchschlagskraft. Auswärts stellt Köln mit neun Treffern hinter dem SC Verl mit Leverkusen II und Mönchengladbach II die harmloseste Offensive. (bl)