"So schwierig war es noch nie"

Mit einem Sieg am heutigen Samstag gegen Eschborn kann Regionalligist Eintracht Trier die Zahl der Saisonheimsiege auf zehn erhöhen. Unterdessen wirft die neue Saison ihre Schatten voraus. Trainer Roland Seitz würde gerne mit dem aktuellen Kader weiterarbeiten, finanziell sind die Spielräume aber offenbar äußerst eng.

Trier. Obwohl die Eintracht in den vergangenen Wochen im Moselstadion 16 von 18 möglichen Punkten eingefahren hat, wollten die jüngste Partie gegen Hoffenheim II nur 1011 Zuschauer sehen - offiziell. Die Saisonminuskulisse stößt Eintracht-Trainer Roland Seitz sauer auf: "Schade, dass die Fans unsere Leistungen nicht honorieren. Es heißt immer, wir würden sie mit schlechten Heimspielen vergraulen. Seit Wochen aber sind wir dran, unsere Bilanz aufzupolieren."Gegen den 1. FC Eschborn, der im Abstiegskampf unbedingt punkten muss und ohne den verletzten Ex-Eintrachtler Thomas Drescher anreist, soll am heutigen Samstag der nächste Dreier her (14 Uhr, Moselstadion). Den gelb gesperrten Innenverteidiger Michael Dingels könnte Baldo di Gregorio ersetzen. Ansonsten deuten sich in der Startelf keine Veränderungen an.Inwieweit sich der Kader für die neue Saison ändert, ist noch offen. Einen Vertrag haben bislang zehn Spieler. Seitz gibt zu verstehen, mit der jetzigen Gruppe weiterarbeiten zu wollen. Da die finanziellen Grundlagen noch ungeklärt sind - unter anderem steht das Pokalfinale gegen Salmrohr aus - könne die Personalplanung derzeit nicht forciert werden. Seitz: "So schwierig wie diesmal war es noch nie. Die wirtschaftliche Situation ist angespannt, so dass wir momentan nicht viel machen können. Aber wir geben uns wieder alle Mühe, das Optimale rauszuholen." Einerseits will der Verein kein Risiko eingehen. Andererseits muss die Eintracht bald tätig werden, sonst drohen Säulen des Teams abzuwandern. Deshalb könnten in Kürze immerhin schon mal die Verträge mit zwei, drei weiteren Leistungsträgern verlängert werden. Seitz hofft, dass ein Umbruch in der Mannschaft verhindert wird. Mit Hinweis auf die ungewissen finanziellen Möglichkeiten will sich der Trainer zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht näher zu einer möglichen Rückkehr von Mittelfeldspieler Jeremy Karikari äußern. Priorität habe erstmal der aktuelle Kader. Mögliche Aufstellung Trier: Lengsfeld - Spang, di Gregorio, Hollmann, Zittlau - Lewerenz, Kröner, Kuduzovic, Anton - Abelski - Quotschalla bl