Bei Fortuna Fell fing alles an

Ehrenamt : Bei Fortuna Fell fing alles an

Einst Schiedsrichter, heute Funktionär: Michael Herrmann ist dem Fußball seit vier Jahrzehnten fest verbunden.

Wenn das Hallenfußballturnier zugunsten der Lebenshilfe Trier-Saarburg vom 3. bis 5. Januar zum 25. Mal ausgetragen wird, könnte es einen Rekord geben. „Gut 90 Mannschaften sind gemeldet“, berichtet Michael Herrmann. Der Vorsitzende des ausrichtenden Fördervereins Mach mit – Fußballer helfen wird dann wieder mit seinem Stellvertreter Bernd Marx und einer großen Schar an Helfern für den guten Zweck im Einsatz sein. Wie groß die Bereitschaft ist, den Inklusionsgedanken zu fördern und Spendengelder einzuspielen, fasziniert ihn jedes Mal aufs Neue.

Soziales Engagement steht bei Herrmann, der am Dienstag 60 Jahre alt wurde, hoch im Kurs – genauer gesagt seit vier Jahrzehnten. Als Aktiver in seinem Heimatclub SV Fortuna Fell trainierte er bereits in jungen Jahren den Nachwuchs. Als ihn Vorstandsmitglied Günther Krämer fragte, ob er keine Lust hätte, Schiedsrichter zu werden, sagte Herrmann zu. In Windeseile schaffte er den Aufstieg aus den unteren Ligen heraus. Höhepunkte waren für ihn die Assistenten-Einsätze vor großen Kulissen in der damals noch drittklassigen Regionalliga: „An der Hafenstraße in Essen oder auf dem Aachener Tivoli vor 10 oder gar 20 000 Zuschauern an der Außenlinie zu stehen, war faszinierend.“

Später konzentrierte sich der Zahntechniker auf Funktionärsämter. Dabei war Herrmann alleine zehn Jahre lang Jugendleiter des Fußballkreises Trier-Saarburg und zeichnete hier auch verantwortlich für die Einführung der D9er-Ligen und prägte den Kreisbambinitag als Veranstaltung für die ganze Familie. Unvergessen sind für ihn auch die Aktivitäten rund um die WM 2006: „In Kooperation mit der Kunstakademie haben Kinder da 1000 Bälle bemalt.“ Für den Nachwuchs setzt sich der Wahl-Schweicher auch heute noch ein – als Sportkreisjugendvorsitzender und Mitglied des Trier-Saarburger Jugendhilfeausschusses. Das Engagement für den Fördervereins Mach mit – Fußballer helfen, der auch bei Einzelschicksalen zur Stelle ist und sich für die Integration von Flüchtlingen einsetzt, liegt Herrmann besonders am Herzen. „Die Welle der Solidarität wird sicher auch wieder beim Lebenshilfe-Turnier deutlich“, ist er überzeugt.

Geprägt habe sein Handeln Hermann Schmitt. Der langjährige Trier-Saarburger Fußballkreisvorsitzende aus Schweich habe ihm einst mit auf den Weg gegeben, immer daran zu denken, wer ihn gewählt habe. „Ich bin für die Vereine da und nicht die Vereine für mich“, lautet deshalb Herrmanns Devise.

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