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24 Stunden Rennen am Nürburgring: Klassensieg für Manuel Lauck (Saarburg)

Highlight am Nürburgring : Klassensieg für Saarburger Hyundai-Pilot

Motorsport: Beim kürzesten 24-Stunden-Rennen der Geschichte waren viele Piloten aus der Region am Start.

Nach dem kürzesten 24h-Rennen der Geschichte hieß es auch für die regionalen Piloten, die sich bei extremen Bedingungen wieder in der Eifel zu ihrem jährlichen Saison-Höhepunkt eingefunden hatten, einpacken und so schnell wie möglich nach Hause fahren. Für alle war es ein ebenso ungewöhnliches wie ereignisreiches Rennen. Der eine oder andere Traum erfüllte sich, andere Teams dagegen blieben hinter den Erwartungen zurück.

Den Auftakt machte bereits am Freitag im dann später wegen des starken Regens abgebrochenen Classic-Rennens NSU-TT-Pilot Alex Schneider aus Bleckhausen in der Eifel. Insgesamt 181 Youngtimer waren bei den „Classics“ auf die Strecke gegangen. Darunter aus der Rennserie „Kampf der Zwerge“ drei NUS TT, ein Simca Rally2, und ein Lada 2101. In der Armada von Porsche Carrera RSR, BMW 635 CSI und Ex-DTM-Mercedes 190 fuhr Alex ein ebenso kluges wie beherztes Rennen.

Als der Lauf nach etwa der Hälfte der Distanz wegen eines heftigen Wolkenbruchs unterbrochen und später neu gestartet werden musste, ging der junge Mann aus der Vulkaneifel die Pace vorne mit und brachte seinen NSU TT heil als Klassensieger ins Ziel.

Ein phänomenales Rennen fuhr der junge Nico Menzel (23) im Porsche 911 GT3 R von Huber Motorsport. Der junge Mann aus Kelberg, ehemaliger top-ausgebildeter BMW-Junior, setzt die Familientradition der Menzels fort. Der Top-ten-Platz Rang acht bedeutete gleichzeitig den Klassensieg des Quartetts Menzel / Stefan Aust / Philipp Neuffer / Marco Seefried in der Klasse Pro-AM. 

Vater Christian pilotierte am Wochenende einen der optisch ungewöhnlichen KTM X-BOW GTX in der Klasse Cup-X und stellte das Auto auf Platz 72 im Gesamtfeld ab.

Manuel Lauck (Saarburg) fuhr im von Hyundai Motorsport erstmals bei den 24h eingesetzten TCR-Elantra N gemeinsam mit Marc Basseng und Moritz Oestreich auf Rang 32 im Gesamtklassement ein und feierte vor dem i30N des koreanischen Autoherstellers einen Doppelsieg in der TCR-Klasse. Hyundai setzt den frontgetriebenen Elantra N mit Zweiliter-Motor auf der Basis des TCR-Reglements seit dem vergangenen Jahr neben den erfolgreichen i30 N TCR und Veloster N TCR im Kunden-Rennsport ein. Seitdem gehört der Saarburger auf dem Auto zur Stammbesatzung.

Weiter hinten als erwartet musste Startfahrer Thomas Mutsch den SCG 004C der Scuderia Cameron Glickenhaus von Startplatz 33 aus ins Rennen führen. Schon die ersten Runden offenbarten Probleme. Die Glickenhaus-Truppe musste ihren Boliden wegen eines technischen Defekts in der Box abstellen. Immerhin konnte der zuvor völlig neu konzipierte Wagen in der langen Nacht repariert werden und das Quartett Mutsch, Mailleux, Fernandez-Laser und Westbrook ging beim Re-Start am Sonntag wieder auf die Strecke. Rang 20 im Gesamtklassement zeigte dann doch noch einmal das ganze Potenzial des ungewöhnlichen Fahrzeugs.

Philipp Leisen (Irrel) kam im BMW 320 i G2 des Teams Adrenalin Motorsport auf Gesamtrang 60 und in der Klasse V2T auf Platz drei in der Klasse ins Ziel. „Es war ein relativ kurzes, aber mit Höhen und Tiefen gespicktes 24h-Rennen“, resümierte der zweifache VLN-Meister. Auch ohne einen Renn-Zwischenfall mit einem Frikadelli-Porsche am Samstagabend, so Leisen, „wäre es in der Klasse nicht weiter nach vorn gegangen.“

Der in Irrel aufgewachsene Nicki Thiim (Dänemark), Sohn des ersten DTM-Champions Kurt Thiim, und mittlerweile Audi-Werkspilot, kam im Audi R8 LMS von Phoenix Racing auf Gesamtrang 17 ins Ziel.