1. Sport
  2. Sport aus der Region

Mit Wucht über Eifeler Kuppen: Favoritensieg bei Rallye Oberehe​

Motorsport : Mit Wucht über Eifeler Kuppen: Favoritensieg bei Rallye Oberehe

Hanna Ostlender aus Hermeskeil gewinnt mit Björn Satorius im Ford Fiesta Rally2 die 49. Auflage.

Die Favoriten haben sich durchgesetzt: Das in der Deutschen Rallye-Meisterschaft nach vier Läufen auf Rang sieben platzierte Duo Björn Satorius (Bickenbach) und Hanna Ostlender (Hermeskeil) hat nach insgesamt sechs Wertungsprüfungen (drei Abschnitte wurden jeweils zweimal absolviert) im Ford Fiesta Rally2 die 49. Auflage der Rallye Oberehe gewonnen.  Die Fahrer von mehr als 100 gemeldeten Fahrzeugen mussten  knapp 56 Wertungsprüfungs-Kilometer, größtenteils auf Asphalt, absolvieren.

Die Rallye des Motorsportclubs Oberehe zeichnete sich nach den beiden Zwangspausen 2020 (Corona-Pandemie) und 2021 (Flutkatastrophe)  erneut durch eine hohe Anzahl von historischen Wagen mit prominenter Besetzung aus. Dazu gehörten der irische Driftkünstler Frank Kelly im Ford Escort MK II und der mehrfache holländische Rallye-Meister Henk Vossen, der mit seinem langjährigen Co.-Piloten René Smeets in diesem Jahr einen Ford Fiesta R5 über die Eifeler Kehren und Kuppen wuchtete.

Nach dem Pech bei der Rallye ADAC Mittelrhein rund um Wittlich, wo es nach starker Vorstellung am ersten Abend die Segel streichen musste, hatte das Duo Satorius/Ostlender bei seinem zweiten Auftritt in der Region nur fünf Wochen später mehr Glück. Die beiden  dominierten die Rallye in der Vulkaneifel, deren Herzstück ein von vielen Zuschauern gesäumter neuer Rundkurs bei Roth-Kalenborn war, souverän. 

Auf den teils superschnellen, andererseits aber auch verwinkelten und fahrerisch anspruchsvollen Wertungsprüfungen rund um Hillesheim setzte das RC2-Team Maßstäbe und entschied alle sechs Prüfungen nach 32:38,4 Minuten für sich.

Auf Rang zwei folgte der Deutsche Rallye-Meister des Jahres 2013, der Hunsrücker Georg Berlandy, mit seinem angestammten Co.-Piloten Peter Schaaf aus Mayen im Peugeot 208 T16 R5. Ihr Rückstand betrug 57,7 Sekunden. Dritte wurden Oliver Bliss/Tobias Glatzel im Skoda Fabia R5. 

Eine glänzende Leistung zeigten die beiden Eifeler Lokalmatadoren Patrick Fank/Andre Foxius, die – als Bestplatzierte in einem NC1-Auto – mit einem Mitsubishi Evo 9 auf Platz sechs im Gesamtklassement landeten.

Die Rallye Oberehe zählte als Lauf zum DMSB-Rallye-Cup (der in den beiden Regionen Nord und Süd ausgetragen wird) sowie zur ADAC-Rheinland-Pfalz-Meisterschaft und zum Luxemburger Rallyepokal.  Eingebettet war zudem die Youngtimer-Trophy, die teilnehmerstärkste historische Rennserie Deutschlands.

Wolfgang Bürgel, der Vorsitzende des gastgebenden MSC Oberehe, zog rundum zufrieden Bilanz: „Wir haben von allen Beteiligten viel Lob für die Streckenführung und die Organisation bekommen. Uns war es  wichtig, dass wir uns im Vorfeld mit den Naturschutzbehörden zusammengesetzt und ein gemeinsames Konzept erarbeitet haben. Wir möchten weiterhin in der Vulkaneifel Motorsport unter Berücksichtigung des Natur- und Umweltbewusstseins ausrichten.“