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Traumziel Danzig: Volleyballer starten in Weltliga

Traumziel Danzig: Volleyballer starten in Weltliga

Der Ausfall von Georg Grozer wiegt schwer, doch auch ohne ihren Top-Angreifer wollen die deutschen Volleyballer beim achten Anlauf in der Weltliga hoch hinaus.

„Danzig ist eine schöne Stadt“, blickt Bundestrainer Raúl Lozano vor dem Auftakt am Wochenende in Bulgarien schon mal frohen Mutes auf den Austragungsort der Endrunde im lukrativen Wettbewerb der weltbesten Teams. Die Hürden auf dem Weg zum Traumziel Polen sind aber hoch: „Dafür müssten wir vor Bulgarien und Russland sein, das ist für jede Mannschaft in der Welt ein schwieriges Unterfangen.“

Ein Jahr nach der mit Platz neun erfolgreichen Rückkehr in die Weltliga erwartet die Männer des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) am Samstag und Sonntag in Warna gleich ein harter Brocken. „Unser Pass-Spiel über die Außenpositionen muss schnell sein, damit wir den bulgarischen Block auseinanderziehen können“, gibt Lozano die Marschroute für das Kräftemessen mit dem Weltranglisten-Siebten vor. „Und insgesamt müssen wir weniger Fehler machen als die Bulgaren“, mahnt Volleyball-Professor Lozano. Weitere Gegner sind der letztjährige Weltliga-Zweite Russland und Japan.

Dem Auftritt in Warna kommt mit Blick auf die ersehnte erstmalige Teilnahme an der Weltliga-Endrunde schon große Bedeutung zu. Nicht zu sehr sollten sich die DVV-Männer dabei aber an ihre letzte Begegnung mit den Gastgebern erinnern. Bei der WM im vergangenen Herbst setzte es eine 0:3-Niederlage. Auch bei der EM im September gibt es in der Vorrunde ein Wiedersehen mit den Bulgaren.

In den Wochen der Vorbereitung musste Lozano die Verletzungen seiner Stammkräfte Grozer und Kapitän Björn Andrae verkraften. Ersatz-Spielführer Robert Kromm hofft, dass das deutsche Team die Ausfälle kompensieren kann: „Es wird sich aber erst im Wettkampf zeigen, ob andere Spieler in die großen Fußstapfen treten können.“ Bundestrainer Lozano baut im Kampf um den Anschluss an die Weltspitze ohnehin auf das Kollektiv: „Wir werden nicht gewinnen, weil ein Spieler einen sehr guten Tag hat, sondern immer nur die Mannschaft.“

Doch bis Danzig ist es ein weiter Weg, und Lozano weiß um die Probleme der deutschen Volleyballer. Zwar haben die DVV-Männer aufgeholt und sind mit Platz neun in der Weltrangliste derzeit so gut wie noch nie platziert, bei der WM 2010 und der EM 2009 platzten die Medaillenträume aber einmal mehr. „Wir gewinnen gegen Teams, die in der zweiten Reihe sind und gegen bessere Teams, wenn sie nicht gut spielen. Aber wenn diese Teams sehr gut spielen, sind wir noch nicht in der Lage, gegen sie zu gewinnen“, beschreibt Lozano das Dilemma.