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Hoffnungsträgerin mit gutem Draht zur Ministerpräsidentin

Trier. Vor ein paar Jahren wäre sie gerne Trier-Saarburger Landrätin geworden, jetzt sitzt Katarina Barley als erste Sozialdemokratin aus dem Wahlkreis Trier im Bundestag. Das Plenum ist für die 44-Jährige Neuland, das Pendeln nicht.

Trier. Zwei Ziele hat sich Katarina Barley für ihre erste Legislaturperiode als Parlamentarierin im Deutschen Bundestag auf die Fahne geschrieben: "Ich will eine gute Abgeordnete für die Region sein", sagt sie, "und in der SPD-Fraktion gute Arbeit machen." Das klingt zumindest mal nicht nach hochfliegenden Plänen. Und es würde auch nicht zu der eher bodenständigen Politikerin passen. Katarina Barley wurde in Köln geboren, studierte Rechtswissenschaften in Marburg und Paris und promovierte über "Kommunalwahlrecht für Unionsbürger". Auf ihren Doktortitel ist die in Schweich lebende Mutter zweier Söhne stolz, "den muss man nicht verstecken", sagt sie, die Arbeit sei schließlich "ehrlich recherchiert und ganz alleine geschrieben".
Für die regionalen Sozialdemokraten ist die 1994 in die Partei eingetretene Katarina Barley eine Hoffnungsträgerin, die von der ehemaligen Trierer Parteichefin Malu Dreyer gefördert wird. "Ohne Dreyer hätte ich auch nicht für den Bundestag kandidiert", sagt Barley. Gerne hätte die zuletzt im Mainzer Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz arbeitende Barley das Direktmandat gewonnen. Doch gegen ihren CDU-Kontrahenten Bernhard Kaster hatte die Sozialdemokratin dieses Mal keine Chance. Dank der guten Platzierung auf der Landesliste schaffte sie aber dennoch den Sprung in den Bundestag. Ihre erste Legislaturperiode: die Eingewöhnungsphase. sey