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Trierer Schulentwicklung: Dezernentin Birk sieht Probleme

Trierer Schulentwicklung: Dezernentin Birk sieht Probleme

Schuldezernentin Angelika Birk kritisiert den gemeinsamen Vorschlag von CDU, SPD, Grünen und FDP zum Schulentwicklungskonzept, das heute Abend im Stadtrat eine Mehrheit finden dürfte. Sie signalisierte aber dennoch Kooperation. Mit dem Kompromisspapier ist der ursprüngliche Plan-Entwurf des Stadtvorstands de facto erledigt.

Trier. Die Bedenken der grünen Dezernentin beziehen sich auf die Realisierbarkeit des Konzepts. Gegenüber dem Plan aus dem Hause Birk, den der gesamte Stadtvorstand unterstützt hatte, gibt es im Fraktionspapier weniger Einsparungen durch Standortschließungen, aber dafür zusätzliche Ausgaben durch Neu- oder Anbauten.
Die ursprünglich für die nächsten Jahre geplanten Schulinvestitionen von 40 Millionen Euro reichen laut Birk nun nicht aus. Der Vorschlag der Fraktionen, dem heute eine Mehrheit im Stadtrat sicher sein dürfte, liege "weitab von dem, was wir finanzieren können und möglicherweise auch weitab von dem, was die ADD mitmacht".
"Kein Grund für Aktionismus"


Zudem macht sich die Dezernentin Sorgen um den Standort Ehrang. Das dortige, zentral gelegene Grundschulgebäude soll aufgegeben und durch eine gemeinsame neue Lösung für Ehrang und Quint ersetzt werden. Unverständlich und inkonsequent, sagt Birk, "wo man an anderer Stelle doch immer die kurzen Wege betont hat". Angesichts der vagen Situation auch am Mäusheckerweg fürchtet sie generell, "dass wir Ehranger Interessen aus dem Blick verlieren".
Das vom Rat geforderte umfängliche Schulbaukonzept mit Kosten, Zeitabfolgen und Prioritäten hält Angelika Birk für sinnvoll. Allerdings, so ihr Hinweis, könne die Schulbehörde "so etwas nicht alleine stemmen", die Verantwortung liege maßgeblich auch bei der städtischen Bauverwaltung.
Eines ist Birk besonders wichtig: Es gebe für die Eltern der jetzigen und künftigen Schülergeneration "keinen Grund für Aktionismus". Mit Ausnahme von Kürenz, wo ab 2014 keine neuen Schüler mehr aufgenommen werden, ändere sich "kurzfristig gar nichts". Die Anmeldemöglichkeiten blieben unverändert, und im Fall einer späteren Schließung oder Zusammenlegung gebe es "längerfristige Übergangsregelungen". Gleiches gelte auch für Hortplätze.