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Zeit-Chefredakteur di Lorenzo gibt Stimme zweimal ab - Kritik vom Bundeswahlleiter

Zeit-Chefredakteur di Lorenzo gibt Stimme zweimal ab - Kritik vom Bundeswahlleiter

Doppelt hält besser: Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo hat bei der Europawahl gleich zweimal gewählt. „Einmal gestern im italienischen Konsulat und einmal heute in einer Hamburger Grundschule“, verriet er am Sonntagabend. Damit handelte er sich Kritik des Landeswahlleiters ein.

Bundeswahlleiter Roderich Egeler hat Änderungen angemahnt, damit Wähler bei der Europawahl nicht wie "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo zweimal wählen. Das sagte Egeler am Montag in Berlin.
Der mit deutschem und italienischem Pass ausgestattete di Lorenzo hatte am Sonntagabend in der ARD gesagt, er habe sowohl im italienischen Konsulat als auch in einer Hamburger Grundschule gewählt.

Egeler sagte, dieser Fall müsse sicherlich noch einmal nachgearbeitet werden. Wenn die Staaten Bürgern mit zwei Pässen auch zwei Wahlbeteiligungen zuschickten, könne es dazu kommen, dass diese beide nutzen. Ein Fehler sei nicht passiert. Man gehe aber davon aus, "dass der Unionsbürger seine Rechte in einer Weise in Anspruch nimmt, wie es das Gesetz vorsieht" — also nur einmal wählt.

Das Europawahlgesetz schreibt vor, dass jeder Wahlberechtigte nur einmal seine Stimme abgibt.