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Nach Busunglück in Luxemburg: War der "schmierige Belag" schuld an dem schweren Unfall in Clerf?

FOTO: Police Grand-Ducale
Clerf. Nachdem bei einem schweren Busunfall im Norden Luxemburgs sieben Menschen teilweise schwer verletzt worden sind, wird nach der Ursache für das Unglück gesucht. Klar sei nach Angaben der Behörden, dass der Fahrer keinen Alkohol im Blut hatte. Die Bevölkerung hält den "schmierigen Belag" auf der Brücke für die Unfallursache.

Der schmierige Belag auf der Brücke über den kleinen Fluss "Klierf" soll Ursache für den schweren Unfall mit acht Verletzten sein. Ein Bus war dort am Dienstag in das Bachbett gestürzt.

Der Busfahrer hatte keinen Alkohol im Blut, heißt es von Seiten der Justiz. Derzeit wird der Bus auf technische Mängel untersucht. Mehr will man zu den Untersuchungen zurzeit nicht sagen. Das teilt das Tageblatt am Mittwoch mit.

Am Dienstagmorgen war das Fahrzeug auf der Brücke der Route d'Urspelt durch das Geländer gebrochen und in die Tiefe gestürzt. Der Bus landete auf dem Dach, die acht Mitfahrer wurden durch den Aufprall zum Teil schwer verletzt. Der Busfahrer war mit den sieben Menschen auf dem Weg zu einer Einrichtung der A.P.E.M.H. ("Association des Parents d'Enfants Mentalement Handicapés).

Was sich in den Sekunden vor dem Unfall abspielte, versuchen derzeit die Ermittler herauszufinden. Für die Bevölkerung in Clerf steht die Ursache aber schon fest: Die Straße hat einen schmierigen Belag, heißt es vor Ort immer wieder. Noch vor einer Woche wurde der Straßenbelag auf der Brücke erneuert.

Die Landwirte nutzen die Route d'Urspelt um auf ihre Felder zu gelangen. "Da bleiben schon mal dicke Erdbrocken auf der Straße liegen," heißt es von einem Anwohner. Auch mehrere Bauunternehmer aus der Region würden die wichtige Verbindungsstrecke über Urspelt nach Fischbach auf die N7 nutzen. Matsch, Sand und Regen sorgen für einen schmierigen Film auf der Straße. Am Dienstagmorgen hatte es in Clerf stark geregnet.

Was schlussendlich die Unfallursache ist, müssen die Ermittlungen in den kommenden Tagen zeigen.

Quelle: Tageblatt.lu