Alle können profitieren

Rheinland-Pfalz hat die Integration von schwerbehinderten Menschen als Schwerpunkt ausgegeben. Gemeinsam fördern Sozial- und Wirtschaftsministerium den Weg für diese Menschen in den ersten Arbeitsmarkt, wie Ministerin Malu Dreyer (SPD) bei einer Veranstaltung in Trier betonte: zum Vorteil beider Seiten.

Trier. (hw) Die Integration von behinderten Menschen in den ersten Arbeitsmarkt kann sowohl für die Wirtschaft als auch für die betroffenen Menschen ein Gewinn sein. Dies ist Ergebnis der Regionalkonferenz "Zukunftsaufgabe Integrationsfirma" in Trier, zudem Sozial- und Wirtschaftsministerium gemeinsam in das Tagungszentrum der Handwerkskammer Trier eingeladen hatten.

HWK-Präsident Rudi Müller ist überzeugt, dass "dieser Weg für viele vorteilhaft ist". Neben dem sozialen Engagement stehe bei dem Programm nämlich auch der marktwirtschaftliche Aspekt im Mittelpunkt. Sozialministerin Malu Dreyer freut sich, dass die Initiative von der Wirtschaft mitgetragen wird. Es sei für die Menschen wichtig, dass sie an der Gesellschaft teilnehmen könnten und im Arbeitsmarkt integriert sind.

"Integrationsfirmen sind Unternehmen, Betriebe oder Abteilungen zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt", stellte Benedikt Queins von der Servicestelle für Integrationsfirmen das Projekt vor. Bisher gibt es landesweit 52 Firmen, die rund 620 Menschen mit Behinderung beschäftigen. Laut Ministerin Malu Dreyer ist das Ziel der Landesregierung, deren Zahl jährlich um 100 Beschäftigte zu steigern. Dafür stehen 5,5 Millionen Euro bereit. So können Unternehmen für jeden neuen Arbeitsplatz in einer Integrationsfirma eine Investitionsförderung von bis zu 26 000 Euro bekommen. "Neben einem pauschalen Lohnkostenzuschuss von 30 Prozent ist zusätzlich eine Beteiligung an den Kosten der notwendigen Betreuung vorgesehen", sagte Queins. Handwerkpräsident Rudi Müller sieht auch durch die steigende Nachfrage an Fachkräften Handlungsbedarf: "Diese Mitarbeiter sind oft gut ausgebildet und bestens motiviert. Wir brauchen sie in unseren Betrieben."