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Raubmord-Prozess in Hagen
Zwei Angeklagte zu lebenslanger Haft verurteilt

Die zwei Angeklagten mit ihren Anwälten vor Gericht in Hagen (Archivfoto).
Die zwei Angeklagten mit ihren Anwälten vor Gericht in Hagen (Archivfoto). FOTO: Alex Talash/dpa
Ein Hagener Unternehmer wird in der Sauna seiner Villa erschossen. Zwei Räuber erbeuten Schmuck im Wert von 700.000 Euro. Zwölf Jahre später werden sie wegen Mordes verurteilt.

Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Hagener Unternehmers vor zwölf Jahren hat das Hagener Schwurgericht zwei Männer zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Richter zeigten sich am Freitag davon überzeugt, dass sich der 51-jährige Deutsche aus Lünen und sein 46 Jahre alter Komplize aus Bosnien-Herzegowina eines Mordes aus Habgier schuldig gemacht haben. Beide Angeklagten hatten dagegen im Prozess zwar gestanden, den Unternehmer in dessen Villa überfallen und ausgeraubt zu haben. Der tödliche Schuss habe sich aber bei einem Gerangel aus Versehen gelöst.

Um in die Villa des Geschäftsmannes zu gelangen, hatten die Räuber die Lebensgefährtin des Opfers vor der Haustür abgefangen und überwältigt. Die Frau musste die Tür und später auch den Tresor öffnen. Den Hausherrn überraschten die Räuber unbekleidet in der Sauna seiner Villa. Nach dem tödlichen Schuss hatten die Täter aus dem Tresor Schmuck und Geld im Wert von mehr als 700.000 Euro erbeutet.

Der 51-jährige Angeklagte verbüßt zurzeit bereits eine zehnjährige Haftstrafe wegen eines anderen Überfalls in München. Diese Strafe fließt nun natürlich in die neue lebenslange Haftstrafe ein. Seine Beteiligung an der Hagener Tat war durch einen DNA-Treffer bekannt geworden.

(mba/dpa)