Zum Nutzen aller

Sie sind intelligent, haben eine ganz besondere Auffassungsgabe, wissen sich sprachlich gut auszudrücken und zeigen oftmals auch ein beeindruckendes Vorstellungsvermögen. Doch hoch begabte Schüler haben auch Probleme - und die fangen nicht selten im Regelschulbetrieb an.

Wer kennt sie nicht, die als Streber, Besserwisser oder gar zu Intelligenzbestien abgestempelten Schüler, die sich von allen missverstanden fühlen und so zum Außenseiter werden. Damit eine nicht erkannte oder nicht geförderte besondere Begabung nicht fatal in absoluter Leistungsverweigerung oder Ausgrenzung endet, sind die Hochbegabtenschulen im Land ein sinnvoller Weg, helle Köpfe zu fördern. Immerhin gelten durchschnittlich zwei Prozent der Schüler als hoch begabt. Ein Reservoir, das bisher zu oft unbeachtet blieb, sich teilweise sogar zu einem schwierigen Klientel entwickelte, dass völlig unausgelastet den Klassenfrieden nachhaltig störte. Zwar wird noch lange nicht jedes besonders befähigte Kind auch den Sprung zur späteren Leistungselite schaffen. Allerdings gibt es für sie ebenso ein Anrecht auf gezielte Förderung wie bei leistungsschwächerem Nachwuchs. Die Begabtenförderung dürfte letztlich Impulse für die gesamte Schullandschaft geben. Profitieren werden die Schüler und die Gesellschaft, denn schlaue Menschen braucht das Land. j.winkler@volksfreund.de