Streik der Riva/Henningsdorfer Elektrostahlwerke in Horath und Trier geht weiter.

Unternehmen : Die Elektrostahlwerker streiken weiter

() Der Streik bei Riva/Hennigsdorfer Elektrostahlwerke in Trier und Horath geht am heutigen Freitag in die nächste Runde. Seit über drei Wochen befindet sich die Belegschaft nun im Streik für die Anerkennung der Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie.

Bislang gilt in den beiden Werken kein Tarif.

Es gab bislang mehrere Aktionen in Frankfurt, vor der Konzernzentrale in Hennigsdorf nahe Berlin und auf der zentralen Kundgebung der IG Metall in Berlin. Bei den letzten ergebnislosen Tarifverhandlungen im Juni wurde Montag, 8. Juli, als nächster Verhandlungstermin vereinbart, allerdings ohne, dass der Termin auf Arbeitgeberseite bestätigt worden ist. Die IG Metall hat nun den Gesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzenden der beiden deutschen Gesellschaften (Hennigsdorfer und Brandenburger Elektrostahlwerke), Claudio Riva, zu direkten Gesprächen und zur Beendigung des Tarifkonflikts aufgefordert und zu Tarifverhandlungen eingeladen. Einen Tag später soll eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung stattfinden, auf der unter anderm der Tarifkonflikt in Horath und Trier Hauptthema sein soll.

Um den Wunsch nach Gesprächen und einer Einigung deutlich zu machen, ruft die IG Metall am heutigen Freitag zu einer neuen Aktion ab 5.30 Uhr in Horath und ab 10.15 Uhr eine Streikdemofahrt zur Trierer Betriebsstätte auf. Zuletzt gab es eine Aktion vor dem Mainzer Landtag.

Die beiden Standorte in Trier und Horath gehören zum Riva-Konzern, einem der größten Stahlhersteller Europas. In Trier und Horath werden Lager- und Listenmatten sowie Coils und Stäbe für die Bauindustrie hergestellt.

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