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Bitburg: Informationstag zu Diabetes und den Folgen für die Sehkraft

Gesundheit : Sehschwäche durch Diabetes - Jetzt vorbeugen

Mehr als acht Millionen Menschen in Deutschland leiden an Diabetes. Über die Jahre treten Folgeerkrankungen auf, wie zum Beispiel ein Schaden am Augenhintergrund, der als diabetische Retinopathie bekannt ist. Was man tun kann, um dem vorzubeugen.

Zu den Folgen einer Diabetes-Erkrankung gehören bei einer Reihe von Patienten auch Schädigungen der Netzhaut, die sich auf die Sehkraft auswirken. Ein Thema, das viele betrifft, natürlich auch in der gesamten Eifel.

Deshalb wollen die vier Gemeindeschwestern Sabine Rodermann, Ulrike Beuttler (beide Bitburg), Renate Humble (Prüm) und Edith Baur (Arzfeld) einen ganzen Tag lang darüber informieren – am Samstag, 11. Juni, von 10 bis 17 Uhr, in der Bitburger Stadthalle.

„Diagnosen, die vieles verändern“ – so lautet der Titel, die Gemeindeschwestern taten sich dafür zusammen mit der Pro Retina-Regionalgruppe Trier. Schirmherr ist Landrat Andreas Kruppert. Alle Interessierten sind eingeladen, für Bürger aus dem Eifel- und dem Vulkaneifelkreis stehen kostenlose Pendelbusse bereit.

Diabetes kann zu Augenkrankheiten führen

Der Hintergrund: Mehr als acht Millionen Menschen in Deutschland, schreiben die Organisatorinnen, leiden an Diabetes. Das habe deutliche Auswirkungen auf Alltag und Lebensqualität: „Über die Jahre treten Folgeerkrankungen auf, wie zum Beispiel ein Schaden am Augenhintergrund, der als diabetische Retinopathie bekannt ist.“

Deshalb wollen die Gemeindeschwestern und Pro Retina gemeinsam die Bürgerinnen und Bürger beraten und dabei zeigen, wie man trotzdem nach einer solchen Diagnose die Lebensqualität erhalten oder verbessern kann.

 Die Gemeindeschwestern plus im Eifelkreis (von links): Edith Baur, Renate Humble, Sabine Rodermann und Ulrike Beuttler.
Die Gemeindeschwestern plus im Eifelkreis (von links): Edith Baur, Renate Humble, Sabine Rodermann und Ulrike Beuttler. Foto: Ulrike Beuttler

Renate Humble, Edith Baur, Sabine Rodermann und Ulrike Beuttler sind Krankenschwestern mit langjähriger Facherfahrung. Daher können sie manch ein Problem schnell erkennen und lösen, manchmal aber bedürfe es „der Kooperation eines guten Netzwerks“. Da komme dann, wie in diesem Fall, Pro Retina in Trier ins Spiel. Und deswegen könne man jetzt gemeinsam aufklären über die Möglichkeiten der Erkrankten, trotz allem „ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben führen zu können“.

In Prüm, wo die Gemeindeschwestern unter anderem den regelmäßigen und sehr erfolgreichen Augen-Stammtisch anbieten,  arbeite man bereits seit 2018 sehr gut zusammen, sagt Marion Palm-Stalp von Pro Retina in Trier, „und wir konnten den Alltag vieler Betroffener durch gezielte Hilfe deutlich verbessern“.

Diabetes und Augenerkrankungen: Infotag in Bitburg will aufklären und informieren

Genau das wünschen sich die Initiatorinnen auch für den gesamten Eifelkreis: „Gerade im ländlichen Bereich leben Betroffene häufig isoliert. Oft sind sie wenig über ihre Erkrankungen aufgeklärt und trauen sich nicht mehr, allein unterwegs zu sein. Wenn das Sehvermögen nachlässt, wird die Mobilität sehr eingeschränkt.“ Fehlende oder unzureichende Infrastruktur führe außerdem dazu, „dass Betroffene nicht mehr von A nach B kommen“, und das resultiere häufig in einem stark eingegrenzten Handlungsspielraum.

Zudem wüssten viele auch nicht, was es an Therapien und Hilfsmitteln gibt und an wen sie sich wenden können. Also gelte es, aufzuklären, sowohl zum Thema Diabetes als auch über Augenerkrankungen.

Nahezu 30 Firmen, Organisationen und Institutionen werden am Samstag, 11. Juni, zwischen 10 Uhr und 13 Uhr die Besucher umfassend informieren. Außerdem auf dem Programm: Blutdruck- und Blutzuckermessungen, alles über die Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, die Landespolizei Rheinland-Pfalz mit einem Präventionsstand, diverse Hilfsmittelfirmen beraten über vergrößernde Sehhilfen und Vorlesesysteme.

Um 14 Uhr beginnt das Nachmittagsprogramm, unter anderem mit zwei Fachvorträgen: Um 14.30 Uhr: spricht Dr. Ulrike Warmers über Diabetes und Folgeerkrankungen, um 15.30 Uhr Dr. Johannes Luttke über Diabetes, Diabetische Retinopathie und Augenerkrankungen. Die Mediziner werden im Anschluss Fragen aus dem Publikum beantworten. Zuletzt werden die Gemeindeschwestern plus ihre Arbeit vorstellen. Und für Verpflegung ist ebenfalls gesorgt.

Kostenlose Pendelbusse bringen die Teilnehmer aus den beiden Landkreisen zur Stadthalle. In Arzfeld ist das der Bürgerbus (Telefon 06550/974122). Interessierte aus Daun, Gerolstein, Prüm und Umgebung können sich zur Mitfahrt anmelden über die Nummer der Prümer Gemeindeschwester: 06551/1489555.

Weitere Informationen bei den Gemeindeschwestern plus in Bitburg, Telefon 06561/6020315. E-Mail: info@gemeindeschwesterplus-bitburg.de