Der Prümer Sommer ist vorüber. Wie war's so insgesamt?

Volksfeste : Die Mannschaftsleistung hat es wieder einmal gebracht

Beste Besucherzahlen, schöne Abende, der Prümer Sommer ist auch in der 27. Ausgabe gut gelaufen. Nur an einem Tag war’s dann doch zu heiß.

Das war’s für dieses Jahr mit dem Prümer Sommer: Ein Eröffnungssonntag, acht Konzertabende an den folgenden Donnerstagen und, so die Zahlenbilanz von Organisator Manfred Schuler von der Verbandsgemeinde Prüm, wieder gut 25 000 Besucher.

Sie sind durch – und „wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf“, sagt Schuler. Auch in seiner 27. Ausgabe zeige das Fest „keine Verschleißerscheinungen“. Was ja vermutlich auch daran liegt, dass das Programm so bunt gestrickt ist. Wie immer versucht man in Prüm, in alle musikalischen Richtungen zu denken, und wie immer haute das auch diesmal hin.

Kaum überraschend dabei: Sängerin Laura Heinz mit der „Helene-Fischer-Show“ angelte die meisten Besucher, mehr als 4000, aber da habe er sich auch vorher keine Sorgen gemacht, sagt Schuler.

Umso mehr freut es ihn, dass man auch mit gewagteren Programmentscheidungen Publikum ziehe – wie in diesem Jahr mit „Marley´s Ghost“, die Reggae-Songs von Bob Marley auf die Bühne vor dem Rathaus brachten. Oder auch „Cowboy Bob and Trailer Trash“, vom TV präsentiert. „Da stand jedesmal ein anderes Publikum vor der Bühne, das freut mich sehr.“ Dass das in Prüm möglich sei, „macht mir auch bei der Programmzusammenstellung Spaß“.

Der Eröffnungssonntag sei einerseits zwar ebenfalls klasse gewesen, denn man habe sich sehr gefreut, endlich auf dem neuen Hahnplatz etwas machen zu können. Nur dann auch „ein bisschen schade“, denn es war einfach brüllend heiß. Schuler: „Das war das erste Mal in 27 Jahren, dass das Wetter zu gut war“. Weshalb sich dann doch viele lieber irgendwo im Kühlen aufhielten. „Aber das entmutigt uns nicht fürs nächste Jahr.“

Wichtig dabei ist das Wörtchen „uns“: Schuler betont, wie wenig er als Organisator wert sei ohne die Mannschaft, die das alles stemmt, regelt, ermöglicht: Alle arbeiteten „grandios“ im Hintergrund, sagt er, alle im blinden Einverständnis.

Es seien einfach „ganz viele Zahnräder nötig, die ineinander greifen, damit das Prümer-Sommer-Getriebe rund läuft“, ergänzt er und zählt sie alle auf: „Der Stadtbürgermeister, die Mitarbeiter des Bauhofs, die Kollegen der Verwaltung Günter Wilwers und Elke Berens, die Touristiker, der Arbeitskreis Prümer Sommer, die Wirtegemeinschaft Arens-Pint mit ihrem gesamten Team, die Prümer Kindertagesstätten, die Moderatoren, Beschallungs- und Lichttechniker Time Music, Elektriker Torsten Friedrich, Polizei und DRK, die toleranten Nachbarn, verschiedene Helfer im Hintergrund und nicht zuletzt, ganz wichtig, die großzügigen Sponsoren.“

Besonders erfolgreich sei diesmal auch Zusammenarbeit mit der Polizei gelaufen. „Vermehrte und verstärkte Kontrollen haben dafür gesorgt, dass der Prümer Sommer eine sichere und saubere Veranstaltung bleibt“. Auch beim Jugendschutz, den man gemeinsam mit Polizei und dem Jugendamt im Blick behalten und damit „dem ein oder anderen unschönen gesellschaftlichen Trend entgegen steuern“ werde. Und die Inspektion meldet am Freitag: „Daumen hoch. Toll gelaufen, positive Gesamtbilanz.“

Auch am letzten, dem bayerischen Abend, ging es noch mal zur Sache: Stadtbürgermeister Johannes Reuschen kreuzte in Lederhosen auf (was ihm, wie alles andere auch, bestens stand), moderiert wurde das Finale erstmals nach langer, krankheitsbedingter Pause wieder von Stadtrat Markus Fischbach. Darüber freuten sich viele. Und auch er, wie viele andere an diesem Abend, erschien in alpiner Tracht. Selbst Manfred Schuler wurde zumindest in kariertem Hemd gesehen.

Fazit des Stadtbürgermeisters: „Ganz klar: Dank der Hilfe vieler – und auch der toleranten Nachbarn – ist das wirklich ein Aushängeschild für Prüm.“ Auch Johannes Reuschen betont, wie froh man nicht zuletzt über die Zusammenarbeit mit der Polizei sei.

Und jetzt? Beginnt irgendwann wieder die Planung für die kommenden Jahre, da ist ja schon bald wieder ein Jubiläum in Sicht, wenn es auf die 30. Ausgabe zugeht.

Voller Platz, wie erwartet: Besucher bei der „Helene-Fischer-Show“ auf dem Prümer Sommer. Foto: Udo Schikora

Manfred Schuler: „Das macht mir keine Probleme. Ich hab noch viele Ideen für den Prümer Sommer.“

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