Die Feuerwehr der VG Südeifel möchte ihre zentralen Funktionen zukünftig stärker auf die einzelnen Wehren verteilen.

Infrastruktur : Zentrale in Neuerburg, Werkstatt in Utscheid

Die Feuerwehr der VG Südeifel möchte ihre Aufgaben zukünftig stärker auf die einzelnen Wehren verteilen.

(uhe) 52 Feuerwehreinheiten mit rund 850 Mitgliedern gibt es derzeit in der Verbandsgemeinde Südeifel. Eingeteilt sind diese in insgesamt 17 Alarmierungsabschnitte, von denen jeder über mindestens ein wasserführendes Fahrzeug verfügt.

Das Feuerwehrwesen in der Südeifel zeichnet sich durch seine interkommunale Zusammenarbeit aus. So gibt es beispielsweise im Norden der Verbandsgemeinde eine Zusammenarbeit mit Nachbarwehren der VG Arzfeld und im Südwesten Kooperationen mit den Verbandsgemeinden Bitburger Land und Trier-Land. Darüber hinaus gibt es Abkommen mit den benachbarten Gemeinden im angrenzenden Luxemburg.

Das luxemburgische Consdorf beispielsweise verfügt über eine Drehleiter, die auf deutscher Seite angefordert werden kann. Und in Bollendorf gibt es seit 2012 eine Kooperation mit der benachbarten Wehr aus Berdorf. Einsätze und Übungen werden dort gemeinsam absolviert.

Woran die Feuerwehr der VG Südeifel derzeit verstärkt arbeitet, ist eine Änderung der Organisation. Wie das aussehen soll, hat kürzlich Wehrleiter Richard Wirtz im Rahmen der Sitzung des VG-Rats vorgestellt.

„Ziel ist es, die Aufgaben und Funktionen zu dezentralisieren“, so Wirtz. Während die Feuerwehreinsatzzentrale in Neuerburg stationiert ist, soll in Utscheid die Schlauchwerkstatt ihren Sitz bekommen. Für die Kleiderkammer ist die Feuerwehreinheit in Niederweis zuständig, die Pumpenwerkstatt übernimmt die Ernzener und die Funkwerkstatt die Eisenacher Wehr.

In Mettendorf soll die Atemschutzwerkstatt samt Übungsstrecke eingerichtet werden. Bleibt dann nur noch die Elektrowerkstatt, für die aktuell laut Wirtz noch ein Standort gesucht wird. „Durch die Verteilung der Aufgaben können wir einzelne Wehren entlasten und gleichzeitig mehrere Einheiten mit einbinden“, erläuterte der Wehrleiter bei der Präsentation des Feuerwehrkonzepts.

Den Mitgliedern des VG-Rats ebenfalls dargestellt wurden die Baumaßnahmen, die in den kommenden Jahren anstehen.

Davon betroffen sind zum einen die Feuerwehren, die im Rahmen der Dezentralisierung neue Aufgaben übernehmen werden. Zudem ist in Lahr der Neubau eines Gerätehauses erforderlich, nachdem das bisherige im vergangenen Jahr durch das Hochwasser stark beschädigt worden war. Weitere Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen stehen in den kommenden Jahren bei den Wehren in Karlshausen, Kruchten, Wallendorf und Weidingen an.

Was die die Fahrzeugausstattung betrifft, so ist unter anderem für Biesdorf die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeugs vorgesehen. Wie der Wehrleiter erläuterte, sei dafür aber kein normales Feuerwehrgefährt, sondern ein Milchtankwagen vorgesehen.

Ein solches Fahrzeug sei in der Anschaffung weitaus günstiger, sagte Wirtz. Ein weiterer Vorteil sei der, dass der Milchlaster eine deutlich höhere Kapazität habe, so der Feuerwehrchef. Das Fahrzeug unterliege keiner Norm und könne deshalb das Dreifache an Wasser transportieren.

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