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Im Lichtenborner Oretsteil Stalbach wird was geschafft

Bürger bringen Spielplatz in Schuss : Ran an den Zaun, rauf auf die Schaukel

Einsatz im Schatten des Kirchleins: Im Lichtenborner Ortsteil Stalbach bringen Väter, Großväter und weitere Helfer den alten Spielplatz wieder in Schuss.

Beste Laune auf dem Spielplatz von Stalbach – obwohl gerade gar keine Kinder da sind, sondern nur Erwachsene. Drei Mann, um genau zu sein, die ersten Helfer an diesem Morgen – Albert Peters, dessen Sohn Marcel und Adrian Schütz. Aufgabe heute: den alten Zaun weg- und den neuen, dessen Elemente schon bereitliegen, hinzumachen.

Sie werden nicht lange allein bleiben auf der Baustelle: Auf die Frage, wie viele insgesamt aus dem kleinen Ortsteil von Lichtenborn mithelfen, den schönen Platz wieder aufzumöbeln, sagt Marcel Peters: „Am Ende sind wir so zehn Mann.“ Er lacht. „Das sind 30 Prozent vom Dorf.“

Was gerade auf der Anlage passiert, läuft unter dem Motto: Hauptsache, es kümmert sich einer: Dann kann vieles gelingen. Zum Beispiel im Islek-Dörfchen Stalbach mit seinen gut drei Dutzend Einwohnern.

Sie sind wenige – aber: Es sind auch wieder Kinder da. Andere jüngere Stalbacher wollen Famiien gründen, bauen, eine erfreuliche Entwicklung zeichnet sich da ab. Nur um den Spielplatz ist es nicht gut bestellt. Einige Geräte und den alten Zaun drumherum nahm der TÜV nicht mehr ab.

Also erneuern sie die Anlage selbst: Seit vergangenem Samstag laufen die Arbeiten. Geld für den Zaun hatte die Ortsgemeinde keins, sagt Albert Peters – der Mann, der sich vor allem kümmert. Aber dann habe ihm jemand den Tipp gegeben, es doch einmal über das EU-Leader-Programm zu versuchen.

„Dann hab ich in der Kreisverwaltung angerufen“, sagt Peters. Und tatsächlich: Dort erfuhr er, dass es zumindest knapp 2000 Euro für die Erneuerung des Zauns geben werde. „Ich musste nur Pätter werden für das Projekt“, sagt er und lacht ebenfalls.

Also übernahm Peters die Paten-, also Pätterschaft, wie es in formal korrektem Eifeldeutsch heißen muss, geht in Vorlage und erhält dann später die Ausgaben erstattet.

Wie gesagt: Am Samstag haben sie angefangen, jetzt, eine Woche später, ist fast alles schon fertig. Das besonders Schöne: „Jeder, der schaffen kann“, sagt Albert Peters, „ist eigentlich dabei. Unser Ortsteil hat einen unheimlich guten Zusammenhalt. Man braucht nur zu flöten, dann ist schon einer da.“

Die Spielplatz-Erneuerer: Drei sind schon bei der Arbeit in Stalbach. Von links: Albert Peters, Adrian Schütz und Marcel Peters. Foto: Fritz-Peter Linden

Und in Stalbach ist das dann gleich mal fast ein Drittel des ganzen Dorfs. Respekt.