Investition: Stützpunkt für Briefe und Pakete nördlich von Neuerburg geplant

Investition : Stützpunkt für Briefe und Pakete nördlich von Neuerburg geplant

Die Post plant in Neuerburg die Errichtung eines Verteilzentrums. Der Stadtrat hat die dafür notwendige Änderung des Bebauungsplans beschlossen.

Der Zeitplan ist sportlich.  „Das Gebäude soll bis August 2020 bezugsfertig sein“, sagt Karl-Heinz Lanser. Der Unternehmer aus Uersfeld plant in Neuerburg im Auftrag der Post die Errichtung eines Stützpunkts für die Brief- und Paketzustellung.

Geplant ist, diese Halle auf dem Gelände des ehemaligen Bauunternehmens Kösters in der Kölner Straße zu errichten. „Um das zu schaffen, müssen wir im Februar, März anfangen“, sagt der Unternehmer, der zuletzt in Wittlich ein mehr als 1700 Quadratmeter großes Zustellzentrum für die Post baute.

Der Chef des familiengeführten Metallbauunternehmens weiß also durchaus, worauf er sich einlässt, und er weiß deshalb auch, wie wichtig es ist, den vorgegebenen Zeitplan einzuhalten. „Wir müssen bis August fertig sein“, erklärt Lanser in der Sitzung des Neuerburger Stadtrats. „Ansonsten haben wir ein Problem.“

Seitens der Stadt wird das Vorhaben sehr begrüßt. „Wir sind froh, dass die Post in Neuerburg bleiben wird und dass sich dadurch auch das Erscheinungsbild des dafür vorgesehenen Gebiets verbessern wird“, sagt Ratsmitglied Güner Scheiding, nachdem ein vom Investor beauftragter Planer dem Rat das Vorhaben kurz erläutert hat.

Konkret ging es dabei aber nicht um das Bauvorhaben an sich, sondern um den dafür notwendigen Bebauungsplan. Bislang nämlich ist dieses Teilgebiet „In der Wahl“ als Sondergebiet für großflächigen Einzelhandel ausgewiesen. Damit der Investor dort tätig werden kann, ist eine Änderung erforderlich. Und der stimmt der Stadtrat, der diese Zustimmung bereits in einer der vorherigen Sitzungen signalisiert hatte, schließlich auch ohne Einwand zu.

Beim Zustellzentrum in Wittlich lag die Bauzeit laut Lanser bei zehn Monaten. In Neuburg bleibt ihm dafür deutlich weniger Zeit. Allerdings ist der dort in Metallbauweise geplante Verteilstützpunkt mit einer Größe von rund 650 Quadratmetern auch deutlich kleiner als das Postgebäude in Wittlich.

Sollte es bei der Genehmigung des Baus und beim Planverfahren, das durch den Beschluss des Stadtrats nun in die Wege geleitet wird, nicht zu größeren Verzögerungen kommen, könnte der Investor wie geplant im Frühjahr loslegen. Bis zur Fertigstellung bliebe ihm dann eine Bauzeit von knapp einem halben Jahr.

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