Archiv: Kampfmittelräumer können oft nur reagieren

Archiv : Kampfmittelräumer können oft nur reagieren

15 Mitarbeiter hat der Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz. Rund 30 Tonnen Munition und andere Kampfmittel räumen und entschärfen die Spezialisten.

(har) Sobald Munition gefunden wird, sind sie zur Stelle. Der Kampfmittelräumdienst (KMRD) hat die Aufgabe, Munition und Sprengkörper zu bergen, zu entschärfen und zu entsorgen. Das gilt für die Fundstücke, „deren Auffindung ein unmittelbares Eingreifen (Gefahr in Verzug) notwendig macht“, teilt die für den KMRD zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier mit. Eine aktive Suche findet nur bei konkreten und belegten Hinweisen statt. Standorte des KMRD sind Koblenz, Trier und Worms. In Koblenz gibt es noch die Leitungs- und Koordinierungsstelle mit Lager. 30 Mitarbeiter gehören dem KMRD an.

Jahrelang unterhielt der Kampfmittelräumdienst sein zentrales Lager unweit des Helenenbergs (Landkreis Trier Saarburg). Nach dem Krieg hatten die Franzosen unweit des Eduardstifts eine Munitionslagerstelle eingerichtet. 1949 übernahm der KMRD die Fläche als Lager für Fundmunition – und so blieb es bis 1997. Teils lagerten unter freiem Himmel auch Giftgas-Granaten. An seinem provisorischen Charakter änderte sich nie etwas, obwohl rund 4000 Tonnen Munition diese Durchgangsstation bis zur endgültigen Entsorgung durchliefen. Erst nach einem Brand einer Phosphorgranate Mitte der 90er Jahre kam Bewegung in die Sache. 1997 zog der Räumdienst nach Ulmen um.