Konzer Verwaltung warnt vor unseriösen Anzeigengeschäften

Verbraucherschutz : Konzer Verwaltung warnt vor unseriösen Verkäufern

Die Verbandsgemeindeverwaltung warnt erneut vor unseriösen Anzeigengeschäften. Die Verkäufer versuchten per Anruf, E-Mail oder Fax an Unterschriften von Konzer Gewerbetreibenden und Freiberuflern zu gelangen.

Das Ziel der Anrufer sei es, Verträge für Werbeanzeigen zu verkaufen für einen Eintrag in einer „Bürgerbroschüre“. Die Anrufer rufen laut der Verbandsgemeindeverwaltung Konz verstärkt von der Telefonnummer 040/2525456 an. Sie seien sehr penetrant, riefen mehrmals täglich an und meldeten sich mit den Worten „Sie haben ja die letzten Jahre eine Anzeige in der Bürgerbroschüre geschaltet. Nun melde ich mich wegen der Vertragsverlängerung.“

Die Verwaltung möchte klarstellen, dass die sie keine werbefinanzierten Publikationen (Broschüren, Stadtplankarten oder Ähnliches) in Auftrag gegeben hat und auch keine Kooperationen eingegangen ist.

„Wenn wir in Zusammenarbeit mit Verlagen Publikationen herausgeben, erhält der entsprechende Verlag ein Empfehlungsschreiben des Bürgermeisters der Stadt und Verbandsgemeinde Konz“, teilt die Verwaltung mit. „In dem uns Anfang des Jahres bekannt gewordenen Fall steht versteckt und kleingedruckt unter dem Logo des Verlages folgende Formulierung: ‚Behördenunabhängig – ohne öffentlichen Auftrag’.“

Ein Beispiel eines solchen Vertrages, der der Verwaltung vorliegt und per Fax gesendet wurde, enthalte einige Vertragsfallen: unter anderem, dass sich der Anzeigenvertrag um ein weiteres Jahr verlängere, wenn er vom Kunden nicht spätestens drei Monate vor Ende des Vertragsablaufes gekündigt werde, oder dass der angegebene Betrag pro Auflage fällig werde. Und das kann teuer werden: In Abhängigkeit der Anzeigengröße kostet dies bei dem der Verwaltung vorliegenden Formular pro Auflage zwischen 324,90 und 903,80 Euro netto. Der Gesamtbetrag liege demnach – bei vier Auflagen im Jahr über die Gesamtlaufzeit des Vertrages von zwei Jahren betrachtet – also zwischen 3093 und 8600 Euro brutto.

Die Verwaltung rät: Unterschreiben Sie nicht vorschnell Aufträge oder Verträge. Oftmals werde im Telefongespräch ein anderer Zweck genannt, als im Auftragsformular angegeben ist. Einige dieser Anbieter seien unseriös und böten keine Leistung an, die für die Betroffenen von Nutzen sei. Diese sollten sich nicht von angeblichen Mitarbeitern dieser Firmen am Telefon einschüchtern lassen, sich zuerst über die Firmen erkundigen und sich die Angebote sorgfältig durchlesen.

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