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Neuer Norma und schönere Aussicht

Dorfentwicklung : Neuer Norma und schönere Aussicht

Der Ortsgemeinderat Freudenburg beschließt eine Erweiterung des Gewerbegebiets. Außerdem soll die historische Stadtmauer von Bewuchs befreit werden. Nur beim Neubau der neuen Trauerhalle klemmt es.

Für den Bau eines neuen Norma-Marktes will Freudenburg sein Gewerbegebiet erweitern. Dazu hat der Ortsgemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen. Die Zufahrt sollte nach dem Antrag der Fraktion Freie Liste Freudenburg (FLF) aber bitte nicht über die Appoignystraße laufen. Mit einer Mehrheit von neun zu fünf Stimmen, bei einer Enthaltung, wurden deshalb die Parzellen 190 und 191, die für diese Zufahrt vorgesehen gewesen wären, für diesen Zweck gesperrt.

Ortsbürgermeister Alois Zehren wies jedoch darauf hin: „Eventuell müssen wir über diesen Beschluss noch einmal reden, wenn der Landesbetrieb Mobilität eine zweite Linksabbiegerspur in Richtung Kollesleuken verweigert.“ Einigkeit bestand jedoch darin, den Flurnamen „In der Huf“ auch als Name für dieses Gewerbegebiet einzutragen.

Einen Schritt weiter ist man ferner bei der Entwicklung des Neubaugebietes Junkerskreuz. 16 Behörden und Träger öffentlicher Belange, darunter auch Naturschützer, konnten Einwände für die weitere Planung einbringen. Andreas Heinke vom Planungsbüro Paulus & Partner aus dem saarländischen Wadern, stellte die vorgebrachten Bedenken vor. Ein neuer Fußweg wurde mit einbezogen und zwei Regenrückhaltebecken treten gegeneinander an, um herauszufinden, welches die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD) und die Verbandsgemeindewerke favorisiert. Mit den Änderungen wird der Plan erneut bei der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell offengelegt.

Festgelegt wurde weiter, dass, entgegen der Vorschrift der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, kein Fünf-Meter-Abstand zur Straße hin bei einer Garage eingehalten werden muss, wenn diese im Haus integriert ist. In diesem Fall wird jedoch eine Funksteuerung fürs Garagentor verlangt. Als Thema erhalten bleibt dem Rat vorerst der Neubau einer Trauerhalle. Die alte Halle wurde wegen ihrer baulichen Mängel zusammen mit dem alten Amtshaus abgerissen. „Der Pfarrgemeinderat hat einstimmig beschlossen, dafür einen Teil des Pfarrgartens zur Verfügung zu stellen“, sagte der Ortschef. Telefonisch habe er jedoch vom Bistum erfahren, dass diese Idee in Trier wenig Anklang findet: „Schriftlich habe ich das aber noch nicht.“

Der Rat hat Zehren nun mit weiteren Verhandlungen beauftragt. Eine Alternative wäre einen Teil des Friedhofs zu nutzen, der ja der Gemeinde gehört. „Dafür müsste die Baustelle der Trauerhalle entwidmet und, wie bei einem kleinen Baugebiet, ein Bauantrag gestellt werden“, erklärte der Ortschef. Ein Planungsbüro soll jetzt gefunden werden, um ein Trauerhaus zu entwickeln, das den zeitgemäßen Erfordernissen, wie dem Trend zur Urnenbestattung, gerecht wird.

 Eine andere Zufahrt muss gesucht werden: Die Parzellen 190 und 191 sind vom Ortsgemeinderat Freudenburg aus der Planung für den künftigen Norma-Markt genommen worden.
Eine andere Zufahrt muss gesucht werden: Die Parzellen 190 und 191 sind vom Ortsgemeinderat Freudenburg aus der Planung für den künftigen Norma-Markt genommen worden. Foto: Herbert Thormeyer
 Erinnert irgendwie an Urwald: Unterhalb der historischen Stadtmauer ist diese so zugewuchert, dass sie stellenweise kaum noch zu erkennen ist.
Erinnert irgendwie an Urwald: Unterhalb der historischen Stadtmauer ist diese so zugewuchert, dass sie stellenweise kaum noch zu erkennen ist. Foto: Herbert Thormeyer

Für 6264 Euro soll die Firma „Die Baumpfleger“ aus dem saarländischen Marpingen die historische Stadtmauer hinter dem ehemaligen Amtshaus freischneiden. Damit wird nicht nur der Blick auf die Landschaft wieder frei, sondern, so Zehren: „Vor allem wird dann erst klar, in welchem Zustand die Mauer ist und ob sie saniert werden muss.“