SAARBURG-BEURIG: Über den roten Teppich zum schwungvollen Fest

SAARBURG-BEURIG : Über den roten Teppich zum schwungvollen Fest

300 Gäste feiern 110 Jahre Musikverein Saarburg-Beurig und 40 Jahre Original Wunderländer. Gespielt aber haben andere.

Einen trockenen Festkommers mit Rednern, denen keiner zuhört, und Ehrungen, die nur die Betroffenen interessieren, das wollte der Musikverein Saarburg-Beurig zu seinem 110-jährigen Bestehen auf gar keinen Fall. Schwungvoll und edel sollte das Fest werden.

Ein Jahr Vorbereitungszeit ist deshalb in eine Jubiläums-Gala investiert worden, bei der auch das 40-jährige Bestehen der Original-Wunderländer, benannt nach dem damaligen Dirigenten Günter Wunder, ganz groß gefeiert wird.

Die fast 300 Gäste schreiten über einen roten Teppich, vorbei an mit Lichterketten geschmückten historischen Fahrzeugen. Im Festsaal der Stadthalle stehen silberne Leuchter mit Kerzen auf jedem Tisch.

Unter den Tischen sind Neonlampen installiert. Alles ist in den Vereinsfarben Grün und Grau dekoriert, ein Werk von Leo Klassen, der auch stets den Kreisel am Laurentiustunnel schmückt.

Mit im Organisationsteam war Antonia Reinsbach, ehemalige Saar-Obermosel-Weinkönigin und Trompeterin im Orchester. Sie und ihr Team konnten die achtköpfige Gala-Band von Volker Klimmer aus Kaiserslautern engagieren, denn, so sagt sie: „Wir spielen heute nicht. Wir wollen auch mal unseren Spaß haben.“

Weil Musiker nun mal wegen des Musikmachens selten zum Tanzen kommen, absolvierten Orchestermitglieder vor dem großen Abend eine musikalische Rhythmusschulung, damit die Bewegungen auf dem Parkett möglichst elegant aussehen.

Insgesamt 24 Sponsoren machten diesen Abend erst möglich. Beuriger Vereine sorgten im Saal und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf und wunschlos glückliche Gäste.

Doch nach dem Begrüßungssekt unterhalten zunächst einmal Richard Bauer und Schlagzeuger Ingo von Wenzlawowizc vor der Bühne mit Klassikern der Unterhaltungsmusik.

„Unser Verein hatte 110 Jahre Glück“, stellte Vorsitzender Uwe Meyer in seiner Begrüßung fest. Es gab engagierte Gründer, zwei Weltkriege wurden überstanden, nach denen sich immer Menschen fanden, die wieder ganz von vorne anfingen, und heute gibt es ein 70-köpfiges Hauptorchester, 35 Nachwuchsmusiker im Jugendorchester und 30 Kinder in der Ausbildung.

„Darauf sind wir stolz, und das wollen wir mit euch feiern“, sagte Meyer vor ausverkauftem Haus.

Fast 300 Gäste des Musikvereins tanzten auf der Geburtstags-Gala. Foto: Herbert Thormeyer

„Das war eine sehr schöne Idee vom Verein, auf diese Art die Ballsaison zu eröffnen“, findet Hans Steuer aus Saarburg. Er empfiehlt diese Gala dringend zur Nachahmung.

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