Bombogener warten auf den Bau zweier Straßen

Stadtteilserie : Bombogener warten auf den Bau zweier Straßen

In der Stadtteilserie spricht der TV mit Wittlichs Ortsvorstehern über Themen, welche die Stadtteile bewegen.

Großes Interesse herrschte vergangene Woche bei der ersten Sitzung des Ortsbeirates Bombogen. Ortsvorsteher Mario Wellenberg konnte rund 20 Zuhörer aus der Bürgerschaft im Rat begrüßen. Der TV blickt in seiner Stadtteilserie nun auf die Themen, die in Wittlichs Ortsbezirken anstehen und die für die Bürger aktuell von Bedeutung sind. „Unser Hauptziel ist zunächst mal die Sanierung der Ortsdurchfahrt“, erklärt Wellenberg. Unglücklicherweise hatte sich die Sanierung der „Buckelpiste“ verzögert, weil ein Anlieger Klage eingereicht hatte (der TV berichtete). Aber das habe immerhin auch einen positiven Aspekt, meint der Ortsvorsteher.

„Aufgrund dieser Verzögerung, die es beim Ausbau der L 55 gibt, wäre es sinnvoll, zuvor die geplante Verbindungsspange zwischen Bombogen und dem Industriegebiet Wengerohr zu bauen.“ Die Verbindungsspange solle doch besser gebaut werden, bevor die Ortsdurchfahrt saniert werde, fordert Wellenberg. „Dann hätte man nämlich direkt schon eine Umgehungsstraße und das mit der Umleitung wäre geklärt.“ Die geplante Verbindungsstraße soll hauptsächlich Schwerlast- und Pendlerverkehr zwischen dem Moseltal von Ürzig kommend und der A1 am Stadtteil Bombogen vorbei führen. Zudem würde die Verbindungsspange auch Wohngebiete in Wengerohr verkehrstechnisch entlasten. 18 Jahre schon diskutiert und plant man bei der Stadt Wittlich eine Umgehungsstraße, die den Verkehr von Ürzig an Bombogen und Wengerohr vorbei durchs Industriegebiet zur B 50 und A 1 leiten soll. „Mehr als die Hälfte des Verkehrs, der jeden Tag durch Wengerohr und Bombogen unterwegs ist, fährt hier nur durch. Das stört die Anwohner gewaltig“, sagte Joachim Platz, Ortsvorsteher von Wittlich-Wengerohr, im Rahmen der letzten TV-Berichterstattung zu diesem Thema.

Zur Ortsdurchfahrt Bombogen sagt Wellenberg noch: „ Auf der maroden Ortsdurchfahrt wird trotz Tempo-30-Zone viel zu schnell gefahren.“  Deswegen habe es sogar einen Ortstermin mit der Polizei und dem Ordnungsamt im Stadtteil gegeben.   „Wir müssen mit der Sanierung jetzt endlich vorankommen.“

Ein weiteres Thema, das den Rat und wohl auch einige Bürger beschäftigt, ist es, in Bombogen Energie zu sparen. Dabei geht es um ein „energetisches Quartierskonzept“. Wellenberg: „Wir haben zwei Förderanträge dazu eingereicht und wollen herausfinden, wo es, abgesehen vom Neubaugebiet, im Bestand Potenzial zur Energieeinsparung gibt.“ Dabei solle von einem Ingenieursbüro untersucht werden, welche Häuser sich sanieren lassen würden. Wie Wellenberg erklärt, werde es zu diesem Projekt im Februar 2020 eine Bürgerinformationsveranstaltung geben.

Ein weiteres Feld, das der Ortsbeirat Bombogens jetzt vorrangig beackern und angehen werde, sei der Bereich Gemeindeleben. „Wir wollen mehr Angebote für Senioren schaffen. Ein gemeinsames Mittagessen und Ausflüge organisieren.“

Bislang gebe es zwar jede Woche einen Seniorennachmittag im Pfarrheim, sagt Wellenberg, „aber da wollen wir mehr anbieten“.