Brückensanierung wird teuer in Traben-Trarbach

Kommunales : Brückensanierung wird teurer

Rund 250 000 Euro wird die Erneuerung der Versorgungsleitungen im Wolfer Weg in Traben-Trarbach kosten. Der Haupt- und Finanzausschuss hat einen entsprechenden Beschluss für den Stadtrat vorbereitet.

Wenn Versorgungsleitungen erneuert werden müssen, hat das mitunter weitreichende Folgen. So auch in Traben-Trarbach. Dort müssen die VG-Werke ihre Leitungen am Wolfer Weg erneuern. In der Beschlussvorlage, in der der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt beraten hat, wird das Ausmaß der notwendigen Arbeiten deutlich. Rund 250 000 Euro werden benötigt, um die Straße wiederherzustellen, zu der auch die Kautenbachbrücke zählt. „Bei den Maßnahmen handelt es sich um einen über Jahrzehnte aufgestauten Sanierungs- und Unterhaltungsaufwand“, ist darin zu lesen. Die Brücke muss umfangreich  saniert werden. „Das ist mal wieder so ein Problem, das einem vor die Füße fällt“, sagt Stadtbürgermeister Patrice Langer und verweist darauf, dass der Sanierungsbedarf dieser Brücke, die die Straße über den Kautenbach führt, bereits 2005 angemahnt wurde. Aber damals habe man das Problem offenbar ausgesessen. „Nun wird es noch teurer,“ sagt Langer. Denn nicht nur der Wolfer Weg, sondern auch das Mittelmoselmuseum mit hohem Sanierungsstau und weitere Baustellen belasten derzeit das ohnehin schmale Budget der Stadt.

Um die Kosten im realistischen Bereich zu halten, wurde eine erster Plan, der den Komplettabriss der Brücke vorsah, verworfen. Dieser hätte alleine schon 107 800 Euro gekostet.

Nun ist eine Sanierung geplant, die in der nächsten Stadtratsitzung am 8. April besprochen werden soll. Mit der Sanierung soll das Mauerwerk ertüchtigt werden, wozu Anker eingebaut  und Risse verschlossen werden. Neben der Brückensanierung zählt auch die Erneuerung und Erweiterung der Straßenbeleuchtung und die Herstellung noch fehlender Straßeneinläufe zu den Arbeiten, die ebenfalls erfolgen müssen.  Mit den Bauarbeiten könne frühestens in der zweiten Jahreshälfte begonnen werden. Im ersten Abschnitt soll eine Behelfszufahrt erstellt werden, in einer öffentlichen Versammlung sollen Anlieger, Gewerbetreibende und Winzer frühzeitig informiert werden.

Günstiger als die Sanierung des Wolfer Wegs  wird hingegen die Einrichtung eines Jugendraums in der Stadt. Dazu hat die seit Anfang 2018 in der gesamten Verbandsgemeinde neu eingestellte Jugendpflegerin Patrycja Murawska gemeinsam mit den Jugendlichen ein Konzept erstellt. Inzwischen ist auch ein Raum der Verbandsgemeinde in der Römerstraße gefunden worden, der für die Jugend hergerichtet werden soll.

Der Raum wurde zwischenzeitlich von der Kreisverwaltung geprüft. Demnach müssen die Türen, die Elektrotechnik und die Feuerlöscher erneuert werden. Kostenpunkt: 23 300 Euro. Dabei werden die Jugendlichen ihren Raum selbst neu streichen, wie Stadtbürgermeister Patrice Langer versichert.

Was das Thema kostenlose Schülerbeförderung innerhalb Traben-Trarbachs betrifft, will die Stadt einen zweiten Anlauf versuchen. Grundsätzlich sei die Kilometergrenze dafür nicht erreicht, wie Langer erläutert. Das könne aber außer Kraft gesetzt werden, wenn Gefahrenstellen auf dem Schulweg vorliegen. Das soll zeitnah geprüft werden.

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