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Holzmann wehrt sich gegen Vorwürfe

Traben-Trarbach. Matthias Holzmann, Traben-Trarbachs Ex-Tourismuschef, wehrt sich entschieden gegen den Vorwurf des Rechnungsprüfungsausschusses, er habe ein Defizit von 230 000 Euro verursacht.

Traben-Trarbach. Detailliert hatte der stellvertretende Vorsitzende des Traben-Trarbacher Rechungsprüfungsausschusses, Gerd Huesgen, in der vergangenen Ratssitzung das Prüfergebnis der Jahresrechnung 2011 vorgestellt. Fazit: Matthias Holzmann hat nach Meinung des Ausschusses sein Budget als Tourismus chef 2011 um rund 230 000 Euro überzogen (der TV berichtete).
Detailliert hat Holzmann den Vorwürfen in einer Stellungnahme an den TV widersprochen. Der zweifach entlassene Tourismusleiter kritisiert, dass der Ausschuss nicht die von ihm erzielten Einnahmen und Einsparungen berücksichtigt habe. So habe er Fördergeld beispielsweise für das Projekt Unterwelt (275 000 Euro) organisiert. Für Tourismuskonzepte, wie er sie erstellt habe, zahlten andere Gemeinden im Schnitt 120 000 Euro.
Holzmann weist die Verantwortung für Budgetverschlechterungen durch eine Werbemaßnahme am Hahn (6400 Euro) und eine Janosch-Ausstellung (29 000 Euro) zurück. Ersteres habe der Rat beschlossen, letzeres habe er genehmigt - und zwar vor seinem Dienstantritt.
Auch für Nachbarorte gearbeitet


Holzmann widerspricht dem irrtümlich im TV erhobenen Vorwurf, die Unterwasserweinprobe habe ein Minus von 13 000 Euro gebracht. Sponsoren haben laut Ex-Tourismuschef die Probe komplett gezahlt. Ebenfalls nicht wahr ist laut Holzmann, dass er Arbeitsaufträge aus Burg und Enkirch nicht erledigt habe (Schaden: 25 000 Euro) und dass er eine Panorama-Karte anfertigen ließ, die ein Defizit von 12 000 Euro verursacht habe. Die Aufträge der Nachbarorte, wie die Planung einer Traumschleife, habe er ausgeführt. Die Panoramakarte sei jederzeit verkäuflich, werde aber von der Touristinfo nicht mehr angeboten, meint Holzmann.
Er bestreitet auch, dass er Aufträge ohne Zustimmung des Rats vergeben habe - unter anderem für einen Leasingvertrag über Kopierer und Drucker. Es handele sich dabei um einen reinen Verwaltungsvorgang, für den die Zustimmung des Rates nicht nötig sei, schreibt Holzmann. Die Verträge hätten zudem zuvor die Verwaltung durchlaufen.
Gegen die TV-Berichterstattung wehrt sich auch Heinz Mayer, der stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbands. Mayer kritisiert die Behauptung im Kommentar, sein Parteikollege Jürgen Römer habe in der Stadt und in seiner Partei einen Scherbenhaufen hinterlassen. Mayer hält dagegen, dass die Mitgliederversammlung den neuen Vorstand 2012 mit großer Mehrheit gewählt habe und dieser in mehreren Sitzungen bewiesen habe, dass er arbeitsfähig sei. Mayer: "Die CDU Traben-Trarbach ist sehr gut organisiert." mai