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Stadt Wittlich investiert in Feuerwache

Feuerwehr : Stadt Wittlich investiert in Feuerwache Stadtmitte

An der Wittlicher Feuerwache in der Stadtmitte gibt es Handlungsbedarf. Der Bauausschuss hat Aufträge zur Sanierung vergeben.

Am größten Feuerwehrgerätehaus der Säubrennerstadt am Standort „Wittlich Stadtmitte“ in der Gutenbergstraße hat der Zahn der Zeit genagt und seine Spuren hinterlassen – insbesondere obenrum.  Denn das Flachdach der rund 30 Jahre alten Fahrzeug- und  Gerätehalle, in der meist über ein Dutzend Fahrzeuge parkt, ist marode. Die Stadt hatte dazu im April Dachdeckerarbeiten ausgeschrieben. Der Bau- und Verkehrsausschuss hat den Auftrag für die erforderlichen Reparaturarbeiten im Umfang von  117 000 Euro nun ausgeschrieben.  In einem Aufwasch soll dabei eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Feuerwehr installiert werden.  Bei der Stadt verfolgt man schon seit geraumer Zeit das Ziel, möglichst viele öffentliche Gebäude mit  regenerativer Energie vom Gebäudedach zu versorgen. Die Photovoltaikanlage für die Feuerwache Stadtmitte schlägt mir 123 000 Euro zu Buche. Auch diesen Auftrag hat der Bauausschuss auf seiner vergangenen Sitzung im Eventum vergeben.

Wie Wehrleiter Chritian Vollmer erklärt, mache eine Energierzeugung auf dem Dach der Feuerwache Sinn: „Wir haben einen hohen Stromverbrauch. Alle Fahrzeuge hängen permanent an der Spannungsversorgung. Lampen und Funkgeräte müssen stets geladen werden.“ Deshalb könne mit dem Strom vom Gebäudedach auch unmittelbar die Feuerwache versorgt werden. Eine Pufferbatterie solle zudem dafür sorgen, dass am Tage erzeugte Energie dort auch am Abend oder in der Nacht  verbraucht werden könne. Zurzeit laufen in der Feuerwache Arbeiten zur Erneuerung der Notstromerzeugung, damit die elektrischen Geräte in der Feuerwache auch im Falle eines Stromausfalls funktionieren. Nach einer Betriebszeit von rund 30 Jahren entsprach die alte Technik nicht mehr heutigen  Anforderungen und Vorschriften. Zur Notstromerzeugung wird die Feuerwache deshalb nun mit einem leistungsstärkeren mobilen Dieselaggregat und einer Einspeisestation an der Gebäudeaußenseite aufgerüstet.

In der Feuerwache Stadtmitte sind auch Fahrzeuge des Landkreises für die überörtliche Hilfe stationiert. Im Gebäude befindet sich neben den üblichen Schulungs- und Besprechungsräumen auch die Atemschutzwerkstatt. Das gesamte Schlauchmaterial der Feuerwehr Wittlich wird in der Gutenbergstraße nach jedem Gebrauch gewaschen, in einem Schlauchturm getrocknet und anschließend geprüft. Mit Stadtmitte, Bombogen/Wengerohr, Dorf/Neuerburg und Lüxem verfügt die Wehr über vier Standorte. Das Einsatzgebiet der Freiwilligen Feuerwehr der Säubrennerstadt erstreckt sich über 50 Quadratkilometer.