Vinotheken: Viel Umsatz, viel Arbeit

Weinkolumne Auslese : Vinotheken: Viel Umsatz, viel Arbeit

In den vergangenen 20 Jahren haben viele Winzer in Hofläden und Vinotheken investiert, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie vom Land großzügig gefördert werden.

In Vinotheken können die Winzer ihre Weine direkt verkaufen und sind damit nicht auf andere Läden angewiesen. Und dort können Kunden, die sich noch nicht sicher sind, was ihnen am besten schmeckt, erst mal in aller Ruhe probieren. Und weil Kinder noch keinen Wein trinken dürfen, gibt es in den meisten Vinotheken auch Traubensaft. Der darf dann natürlich auch erst mal probiert werden.

Vinotheken lohnen sich, sagen die meisten Winzer. Allerdings kosten sie viel Zeit. Idealerweise steht der fachkundige Betriebsleiter selbst hinter der Theke. In den arbeitsreichen Sommer- und Herbstmonaten ist dies aber nur bedingt möglich. Wer sich für eine Vinothek entscheidet, muss das wissen.

Besonders lohnen sich Vinotheken, wenn der Winzer mit anderen Unternehmern kooperiert - beispielsweise mit örtlichen Gastronomen, Hotels, Busunternehmern, Bäckereien, Metzgereien und so weiter. Winzer mit Vinotheken können weintouristische Angebote machen – von der Jahrgangspräsentation bis zu kulturellen Führungen. Dafür bietet sich die Zusammenarbeit mit Wein-und Kulturbotschaftern an. In kaum einem anderen Weinanbaugebiet wie an der Mosel sind Wein und Tourismus so eng miteinander verknüpft. Vinotheken mit entsprechenden Angeboten stehen beispielhaft dafür.

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