Gemeinde und Musikverein Föhren bieten abwechslungsreiches Kirmesprogramm

Fest : Erst mit anpacken und dann selber feiern

Die Ortsgemeinde und der Musikverein Meulenwald Föhren haben ihren Gästen mit 120 Helfern ein abwechslungsreiches Kirmesprogramm geboten.

Es ist das wichtigste Fest in der Gemeinde mit knapp 3000 Bürgern. Entsprechend groß wird die Föhrener St.-Bartholomäus-Kirmes gefeiert: über vier Tage hinweg mit Festzelt, Kirmesbuden, Musik, Unterhaltung und gutem Essen. So bot der Unternehmerkreis „Runde Sache“ am Sonntagmorgen zum zweiten Mal einen Zelt-Frühstückstisch. Und zu Kaffee und Kuchen am Nachmittag unterhielten bis spät in den Abend Schautanzgruppen, befreundete Musikvereine und Bands. Sie spielten Musik von Rock und Pop bis Funk und Soul. 

Kinder hatten ihren Spaß beim Kinderfest mit Spielen. Es wurde  am Samstagabend mit Festgottesdienst und Live-Musik beschlossen. Jüngere Erwachsene kamen am Freitag beim Discoabend „Föhren spielt verrückt“ auf ihre Kosten – oder auch wie ältere bei gemeinsamem Singen und Viez-Verkostung am Festmontag.

„Die Kernzeiten der Kirmes sind aber Samstagabend und Sonntagmorgen“, erklärt Jochen Hesse, Vorsitzender des Musikvereins Meulenwald Föhren. Der diesjährige Ausrichter wechselt sich seit Jahren mit der Freiwilligen Feuerwehr und dem Sportverein ab.

 Den Vereinen sichert ihr Engagement Geld für ihre Jugendarbeit, ohne die es für sie kaum eine Zukunft gibt. Dass das im Musikverein gut funktioniert, belegt die laut Hesse „extrem junge Struktur“ des Vereins. Von mehr als 100 Aktiven seien etwa 70 Prozent unter 18 Jahren, darunter viele Kinder, was den Ort ungemein bereichere. Der ehrenamtlich engagierte gebürtige Föhrener hält es daher für „extrem wichtig“, die Kirmes groß zu feiern, was aber viel Organisation erfordere. Außerdem seien an vier Tagen etwa 120 Helfer im Einsatz. Darunter Sabine Radermacher, die mit vier weiteren Föhrenern am Freitagabend in der Bar Dienst hatte. Kirmes und Fastnacht sind für sie die Top-Feste im Dorf, für das sie gern mit anpackt: „Man hilft immer, wenn man gebraucht wird.“ Und Zeit zum Feiern bleibe dank Dienstplänen, die das berücksichtigten, natürlich auch.

Vermisst beim Fest wurde nur der Autoscooter. Schon im vorigen Jahr sei keine „Knubautobahn“ da gewesen, bedauert nicht nur Benni (14), dem die Kirmes so einfach weniger Spaß macht. „Die fehlt einfach“, bekräftigt Alex (14). Karin Raskob von der Bausendorfer Schausteller-Familie Raskob-Schmitt, die den Rummelplatz seit Jahren organisiert, kann die Jugendlichen gut verstehen. Das sei schon schade. Aber die Firma, die jahrzehntelang mit ihrem Autoscooter vor Ort gewesen sei, habe diesen verkauft und es sei schwierig, einen anderen Betrieb zu finden.  Schausteller hätten ja teils weite Anfahrten, sodass sie auf einen gewissen Umsatz angewiesen seien. Auch der Betreiber eines Kettenkarussells habe ganz kurzfristig abgesagt.

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