Leserbrief zu Baumfällung in Trier: Ambiente unwiederbringlich zerstört

Ihre Meinung : Ambiente unwiederbringlich zerstört

Umwelt

Zum Bericht „Alte Eichen müssen Parkplatz weichen“ (TV vom 21. Januar):

Mit Entsetzen las ich im Trierischen Volksfreund über die überraschende Baumfällung zwischen den Wohnblöcken der gbt in der Lenus-Mars-Straße in Trier-Euren. Dass die gbt oft nach eigener Manier handelt ist hinreichend bekannt.

Ohne Not und Verstand sind fünf gesunde Eichen gefällt worden. Begrünende und gesunde Schattenspender im Sommer und Heimat vieler Vögel wurden ohne viel Federlesens mir nichts, dir nichts einfach um die Ecke gebracht. So wird der ausgerufene „Klimanotstand“ in Trier konterkariert.

Der Vortrag der Bienenwiesen ist ein schwacher Trost. Denn die spenden keinen Schatten. Eine städtische Baumfällsatzung muss her, und zwar schnellstens, damit solche Eskapaden künftig unterbunden werden. Einerseits bekommt jeder Bauherr in seine Baugenehmigung reingeschrieben, dass er für jeden gefällten Baum einen adäquaten neuen pflanzen muss, und dann das!

Für die Anwohner ist es ein schwacher Trost, dass ersatzweise an anderer Stelle neue junge Bäume gepflanzt werden. Das vorhandene Ambiente ist unwiederbringlich zerstört worden. Da die Parkplatznot als auslösendes Moment genannt wird, stellt sich die Frage, ob dem Gebot von ausreichend genügend anzulegenden Parkplätzen zum Genehmigungszeitpunkt der Eurener Hochhäuser beim Ausbau der Anlage Rechnung getragen wurde und wo diese anzulegen waren.

So lange die Mieter ordentlich ihre Miete zahlen, brauchen sie eine Kündigung nicht zu fürchten. Bei einer Baugesellschaft brauchen sie keinen Eigenbedarf zu fürchten. Im Übrigen sind es die zahlenden Mieter, die den Betrieb am Leben halten. Also immer auf Augenhöhe und niemals untertänigst.

Christoph Rother, Trier