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Trier ist Schauplatz für Vampirsaga

Trier ist Schauplatz für Vampirsaga

Die Autorin Sandra Baumgärtner nutzt die Ruinen von Trier als Kulissen ihres Debütromans. Die Buchpremiere der ersten Trierer Vampirsaga "Seraphim: Carpe Noctem" ist am 14. Mai im Palais Kesselstatt in Trier. Die älteste Stadt Deutschlands wird in diesem Roman aus einer ganz neuen Perspektive gezeigt.

Trier. Die Untergründe der Stadt Trier interessieren Sandra Baumgärtner schon seit ihrem Studium der Innenarchitektur. Bei ihrem damaligen Professor für Baugeschichte, Alois Peitz, standen immer wieder Exkursionen zu den Trierer Ruinen und Sakralbauten auf dem Programm.
Bei der Wahl des Schauplatzes für ihren ersten Roman war klar, dass die älteste Stadt Deutschlands mit ihren vielen Denkmälern wie etwa die Barbarathermen oder Nells Park, die Szenerie bildet. Protagonistin des Buches ist die 24-jährige Seraphim, genannt Sera, die nach ihrer Verwandlung in einen Vampir in der Krypta von St. Maximin erwacht.
Vergangenheit: Ein Vampir mit dem Namen Ludwig tom Brook hat sie im Jahr 1908 "erschaffen" und sich ihrer angenommen. Ludwig bittet Sera daraufhin, ein von ihm entwickeltes Medikament zu testen. Dieses soll Vampire unempfindlich gegen Tageslicht machen. Seraphim kann ab sofort den Tag und die Nacht nutzen. Gegenwart: Im Jahr 2008 trifft Seraphim auf den Vampir Leander, der sie in Geheimnisse bezüglich ihrer Vergangenheit einweiht, von denen sie bislang nichts geahnt hat. Eine spannende Zeit beginnt ...
Die Idee zu der Geschichte entstand durch einen Tagtraum, in dem Sandra Baumgärtner eine Begegnung mit dem Vampir Leander hatte. "Danach war es wie bei einem Schnellkochtopf, es explodierte förmlich in meinem Kopf", sagt die Autorin über ihre Inspirationsquelle. Sie habe eine regelrechte Standleitung zu Leander und Seraphim aufgebaut. "Die beiden gaben keine Ruhe, bis alles aufgeschrieben war."
Als Schreibutensil musste alles herhalten, was gerade zur Hand war, wie etwa ein schwarzer Kajal oder der Kugelschreiber einer Bedienung im Café. Inspirieren ließ sich die 41-Jährige auch durch die Musik. Während der Schreibphase hat sich Baumgärtner eine besondere Musik-CD zusammengestellt mit den Stücken, die sie beim Schreiben gehört hat. Darunter ist viel Düsteres aus dem Bereich des Dark Wave, aber auch klassische Musik ist vertreten. Eine Schreibblockade habe es nicht gegeben, vielmehr das Gegenteil sei der Fall gewesen. "Manchmal musste ich regelrecht die Pausetaste in meinem Kopf drücken", erzählt die Autorin lachend über ihr Erstlingswerk. Als die 130 Din-A-4 Seiten geschrieben waren, begann der schwierige Teil. Baumgärtner musste einen Verlag finden. "Ich wollte die Geschichte einfach nur zum Spaß schreiben, an ein Buch habe ich anfangs nicht gedacht", beschreibt die Jungautorin die Situation.
Letztlich dauerte es etwa zwei Jahre, bis aus dem Manuskript ein fertiges Buch wurde. Die Autorin resümiert: "Es war eine nervenaufreibende, spannende, stressige Zeit und doch aufregend bis zum Anschlag."
Mehr Informationen über das Buch und die Autorin gibt es auf der Seite des Verlags www.kleine-schritte.de oder auf www.facebook.com unter "Seraphim-Vampirsaga".