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Trier/Trier-Saarburg: Grüne in Stadt und Kreis einigen sich auf Reinermann-Matatko

Landtagswahl 2021 : Grüne in Stadt und Kreis einigen sich auf Kandidatin

Jahrelang waren sich die Grünen in Stadt und Landkreis vor Wahlen uneins, wer aus der Region die Unterstützung für einen vorderen Listenplatz auf der jeweiligen Landesliste der Partei erhalten soll. Vor der Landtagswahl im Frühjahr 2021 herrscht nun erstmals Übereinstimmung.

Der grüne Kreisverband Trier-Saarburg hat bei der jüngsten Mitgliederversammlung in Oberemmel dafür gestimmt, dass die Trierer Spitzenkandidatin Anja Reinermann-Matatko unterstützt werden soll. Die 39-Jährige kann beim der Landesdelegiertenversammlung am Wochenende in Idar-Oberstein, bei der die Landesliste aufgestellt wird, daher nicht nur mit dem Votum der Vertreter ihres Stadtverbandes rechnen, sondern auch mit dem der Landkreis-Grünen.

Denn obwohl Trier nicht erst seit der Kommunalwahl 2019 im Vergleich zu anderen Städten im Land eine echte grüne Hochburg ist, ist der Kreisverband seit 2006 nicht mehr im Landtag vertreten. Grund dafür waren bei den vergangenen Wahlen unter anderem Grabenkämpfe zwischen möglichen Trierer Kandidaten für die Landesliste und Streitigkeiten zwischen den Kreisverbänden.

Der Kreisverband Trier hatte Reinermann-Matatko bereits Anfang März nicht nur zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl gekürt, sondern auch als Favoritin für die Aufstellung der Landesliste.

Natalie Cramme-Hill kann sich wegen ihrer Quarantäne am Wochenende nicht persönlich auf der Landesdelegiertenversammlung der Grünen, bei der die Kandidatenliste für die Landtagswahl aufgestellt wird, vorstellen. Foto: Christiane Wolff

Als zweite Kandidatin für die Landesliste hatte der Stadtverband seine Vorsitzende Natalie Cramme-Hill nominiert. Die 33-Jährige verkündete allerdings am Donnerstag auf Facebook, dass sie bei der Aufstellung der Landesliste am Wochenende nicht dabei sein könne. Grund: Kontakt zu einem Covid19-Infizierten. „Ich stehe vorerst unter Quarantäne“, teilt die Mitarbeiterin der Trierer Stadtverwaltung auf der Internetplattform mit. „Logische Konsequenz“ daraus, dass sie sich nicht persönlich bei der Delegiertenversammlung vorstellen könne sei, dass sie ihrem Parteifreund Michael Lichter ihren B-Kandidatenplatz bei der Landeslistenwahl überlasse.

Der Kreisverband Trier-Saarburg schickt Safak Karaçam als weiteren Kandidat zu der Delegiertenversammlung.