"Wir müssen im Kopf flexibel bleiben"

"Wir müssen im Kopf flexibel bleiben"

Bereits zum zweiten Mal trafen sich Gründungsinteressierte im Technologie-Zentrum Trier, um innerhalb von nur 54 Stunden aus einer vagen Idee einen Businessplan zu entwickeln. Das Ergebnis: ein unabhängiger und schneller Internet-Vermittlungsservice für Therapeuten.

Trier/Luxemburg. "Die Seele muss warten" - ein spannendes Thema beim "startup weekend" (Gründerwochenende) des Medien- und IT-Netzwerks Trier/Luxemburg (MITL). Knut Schumach und Leonard Janke haben sich intensiv damit beschäftigt und die Jury mit ihrer Gründer-idee eines unabhängigen, schnellen und einfachen Vermittlungsservice für Therapeuten via Internet überzeugt. Die Gewinner erhielten als Siegesprämie Beratungsleistungen im Gesamtwert von 5000 Euro.
Bereits zum zweiten Mal trafen sich Gründungsinteressierte im Technologie-Zentrum Trier, um innerhalb von nur 54 Stunden aus einer vagen Idee einen Businessplan zu entwickeln. Das Besondere an diesem Konzept ist, dass die Teilnehmer aus verschiedenen Arbeitsbereichen kommen und Teams bilden, die sich erst am Einführungsabend kennenlernen, um dann gemeinsam an einer Idee zu arbeiten. Auch wer keine konkrete Gründungsidee hatte, konnte mitarbeiten und sich präsentieren.
"Am Wettbewerb nahmen dieses Mal 35 Interessierte teil, die der Jury neun spannende Geschäftsmodelle vorstellten", sagt Thomas Simon, Vorstandsvorsitzender im MITL. "Wir haben die Teilnehmerzahl gegenüber der Auftaktveranstaltung im letzten Jahr verdoppelt."
Jede Menge frischer Wind


Die neuen Ideen für regionale oder überregionale Problemstellungen wurden von den einzelnen Gruppen mit spannenden Denkanstößen und Lösungen präsentiert. "Wir mussten im Kopf flexibel bleiben, die Anstöße der Mentoren annehmen, Ideen integrieren, ohne die eigene Vorstellung aus dem Fokus zu verlieren", sagt Knut Schumach, einer der beiden Sieger. "An diesem Wochenende wurde aus einem Rohdiamanten zwar noch kein Diamant, aber er wurde doch geschliffen."
Jede Menge frischen Wind mit innovativen Gründerideen gab es auch von Studierenden der Betriebswirtschaft, die von Professor Jörn Block von der Universität Trier betreut wurden.
Moderator Markus Schranner von startup-germany e.V. begleitete die Gründer und ihre Ideen im Entstehungsprozess. Mit Hilfe von 20 Mentoren konnten nach 54 Stunden neun Businessmodelle präsentiert werden.
"Es gab so viele Denkanstöße, an die ich vorher nicht gedacht hätte", fasst Caroline Schmitz, Studierende an der Universität Trier, ihre Erfahrungen zusammen. "Es gibt in Trier nur wenige Anlaufstellen für Gründer, besonders für solche mit digitalen Geschäftsideen."
Das Siegerteam wird sich am 9. Juni in Trier präsentieren. Beim zweiten "MITL startup slam" werden sich Knut Schumach und Leonard Janke dann auf der Bühne in der Mensa der Universität mit vier weiteren Gründern dem Publikum vorstellen. red