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50 Mitarbeiter des Caritasverbands Westeifel beraten Familien

Beratungsangebot : Individuelle Hilfe wird beim Caritasverband Westeifel auf die Bedürfnisse der Familien angepasst

Neue Leitungsstruktur beim Familienservice des Caritasverbands Westeifel.

In fünf Landkreisen und in der Stadt Trier ist der Familienservice des Caritasverbands (CV) West­eifel mit rund 50 Mitarbeitern mit verschiedenen Diensten im Einsatz (siehe Info). Dazu gehört auch die Familienpflege als Hilfe in Krisensituationen.

Es gebe besonders schöne und sehr schwere Einsätze und alle Facetten dazwischen: So bringt Marie Luise Glücks die Familienpflege auf den Punkt. Die Diplom-Sozialpädagogin ist seit 1994 beim CV Westeifel tätig und Einsatzleiterin der Familienpflege.

Ihre neue „Chefin“ ist die Pädagogin Melanie Schermann, die in den zurückliegenden fünf Jahren für die Schul- und Ausbildungspatenschaften des CV verantwortlich war und vor kurzem die Nachfolge von Gabriele Piccolo-Bers angetreten hat, die den Familienservice vor mehr als 25 Jahren aufgebaut und geleitet hat.

Familienservice – das bedeutet nach den Worten Melanie Schermanns Haushalts-Organisations-Trainings im Auftrag der Jugendämter durchzuführen, Integrationshilfe für Kindergarten- und Schulkinder zu leisten, beeinträchtigte Kinder und Jugendliche zu Hause sowie in Gruppenangeboten und in Ferienfreizeiten zu betreuen („Carikids“) und Mitarbeiter kooperierender Unternehmen mittels der Hotline „CariLine“ zu beraten.

Den größten Anteil am Familienservice hat die Familienpflege. 17 Frauen sind dort aktuell im Einsatz. Zum Beispiel bei einer Risikoschwangerschaft; oder wenn Mehrlinge geboren werden und die Mutter in der ersten Zeit Unterstützung benötigt; auch wenn die Mutter von mindestens einem Kind unter zwölf Jahren akut ins Krankenhaus muss oder wegen einer Erkrankung den Familienalltag nicht weiterführen kann. Ein Anspruch besteht auch bei einem Aufenthalt der Mutter in einer Reha- oder Tagesklinik oder bei einer psychischen Erkrankung.

„Meistens melden sich die Betroffenen direkt bei uns“, beschreibt Marie Luise Glücks das Verfahren – „und dann zeigen wir den Familien den Weg auf.“ Zunächst muss ein Antrag mit ärztlichem Attest bei der Krankenkasse gestellt werden, in Einzelfällen beim Jugendamt oder dem Reha-Träger.

Wird der Einsatz genehmigt und werden somit die Kosten übernommen, findet ein Gespräch der Einsatzleiterin über die Art und den Umfang der Hilfe statt. Es folgt das Erstgespräch mit der Familienpflegerin, wobei es auch um Besonderheiten etwa in der Ernährung, Freizeitgestaltung, Hausaufgabenbetreuung, Wäschepflege geht. Die Rückmeldungen am Ende der Einsätze seien durchweg sehr positiv, erklärt Marie Luise Glücks.

„Aber sollten die Familienpflegerin und die Familie mal nicht so gut zusammenpassen, finden wir auch dafür eine Lösung“, betont Marie Luise Glücks. Melanie Schermann bezeichnet das Team der Familienpflegerinnen als sehr motiviert und „mit dem Herzen auf dem richtigen Fleck“. Es seien allesamt ausgebildete Familienpflegerinnen oder geschulte engagierte Frauen mit Lebenserfahrung, die die Not der Familien sehen und sie lindern könnten.