1. Region
  2. Vulkaneifel

Alfred Schuck hat der Gemeinde Uersfeld ein Gemälde gestiftet

Kunst : Platz für ein Werk des malenden Lehrers

Alfred Schuck hat der Gemeinde Uersfeld ein Gemälde gestiftet. Wie der pensionierte Sonderschulrektor und Buchautor in seinen Besitz kam, ist eine eigene Geschichte.

(bb) Bei seinem Nachbarn, dem Maschinenbauer Peter Michels, gebe es immer was zu entdecken, erzählt Alfred Schuck dem Trierischen Volksfreund. „Denn Michels sammelt alles“, erklärt der 76-Jährige. So habe dieser vor einiger Zeit aus einer Haushaltsauflösung im Kelberger Land ein Gemälde erworben – ein Aquarell aus dem Jahr 1972, am ortsbildprägenden Turm der St. Remaclus-Kirche eindeutig als Ansicht von Uersfeld zu erkennen, signiert von „E. Blümling“.

Er sei direkt sehr angetan gewesen von der sommerlichen Ausstrahlung des Bildes und von der Leichtigkeit, was die Farbwahl und Gestaltung des Bildes angeht, erinnert sich Alfred Schuck. Und als Kenner der Geschichte der Gemeinde, in der der ehemalige Sonderschulrektor und Verfasser mehrerer Bücher seit 1967 zu Hause ist, wusste Schuck auch die Signatur zu deuten: Das Bild stammt von dem früheren Uersfelder Lehrer Erich Blümling, der auch in Kelberg unterrichtete und später wieder in seine Heimat ins Brohltal zog.

  Schucks Idee: Das Bild soll in Uersfeld öffentlich präsentiert werden, und daher soll es in den Besitz der Ortsgemeinde gebracht werden. Es habe einige Überzeugungsarbeit gekostet (und einen Geldbetrag, über den Schuck aber schweigt), bis Peter Michels sich wieder von dem Bild trennte.

  Nun überreichte Schuck das Werk des Hobbymalers Erich Blümling an Ortsbürgermeister Andreas Daniels. „Freut mich sehr“, sagte Daniels, und hat dafür schon einen würdigen Platz in dem zum Bürgerhaus gehörenden Versammlungsraum „Backstube“ im Blick. Es soll übrigens eine Reihe weiterer Orts- und Häuseransichten des malenden Lehrers Blümling in Uersfeld und Umgebung existieren, darunter Auftragsarbeiten des Musikvereins Uersfeld als Geschenk zur Hochzeit von Aktiven.