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Flutlichtanlage Sportplatz Mehren LED-Flutlichtstrahler

Vereine : Mehren geht ein neues Licht auf

Die Umstellung der Flutlichtanlage am Sportplatz auf LED-Flutlichtstrahler ist vollzogen.

(red/sts) Ein Beitrag zum Klimaschutz und Energiesparen: Mitte des Monats ist nach mehrjähriger Vorbereitungszeit die Flutlichtanlage am Sportplatz Mehren erneuert und auf LED-Technik umgestellt worden. Die Erneuerung der 30 Jahre alten Flutlichtanlage sei notwendig, da die energieintensiven Quecksilberdampflampen für die Strahler immer schwerer zu beschaffen seien, heißt es in einer Pressemitteilung des Sportverein (SV) Mehren.

Erste Gespräche zwischen Gemeinde und SV Mehren reichen bis 2018 zurück. Der Ort war damals im Begriff, zur Einsparung von CO2 und zur energetischen Sanierung des 1500-Einwohner-Dorfs ein Konzept zu erstellen, und der SV sah die Möglichkeit, im Hinblick auf die allgemeine Diskussion um den Klimawandel ergänzend einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Mittlerweile hat Mehren ein Biodiversitäts- und Klimaschutzkonzept im Rahmen des Projekts Zenapa (Abkürzung steht für Zero Emission Nature Protection Areas, zu Deutsch Null-Emissionen-Naturschutzgebiete, siehe Info), das der Natur- und Geopark Vulkaneifel gemeinsam mit dem Kreis umsetzt.

Da der SV die für die Sanierung der Flutlichtbeleuchtung anfallenden Kosten aus eigenen Mitteln nicht hätte schultern können, bemühte er sich um Unterstützung für dieses Projekt und stellte entsprechende Anträge.

Der Projektträger Jülich (Teil der Forschungszentrum Jülich GmbH) fördert solche Klimaschutzprojekte im Rahmen der nationalen Klimaschutz-Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Im Zuge des EU-Projekts Zenapa unterstützten der Natur- und Geopark und das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement diesen Prozess. Zudem wurden Anträge für das Vorhaben beim Landessportbund Rheinland und bei der Verbandsgemeinde Daun gestellt.

Auf diese Weise konnte die Finanzierung gesichert werden. Die Umsetzung erfolgt durch die Firma Johann Energie aus Darscheid in Verbindung mit dem Kooperationspartner Eiltec aus Wiesbaum, der die neue Flutlichtbeleuchtung liefert.

Durch den Einbau der neuen LED-Flutlichtstrahler und eine Lichtregelung kann der Stromverbrauch von jährlich 7040 um rund 3000 Kilowattstunden gesenkt werden, was einer Reduzierung des Stromverbrauchs um 70 Prozent entspricht. „Wir erreichen durch die Erneuerung der Flutlichtanlage eine CO2-Minderung von 2600 Kilogramm. Die CO2-Minderung über die nächsten 20 Jahre beträgt 52 Tonnen“, heißt es in der Vereinsmitteilung. Und was hat das Projekt gekostet: Nach Auskunft des Vereins rund 24 000 Euro.