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Geschichtenwerkstatt mit der Schriftstellerin Hanna Jansen in Kelberg

Kinder : Schön mit drei ö – Die Geschichtenwerkstatt mit der Schriftstellerin Hanna Jansen in Kelberg kommt gut an

An der Kindertagesstätte (Kita) St. Vinzenzius Kelberg ging es in einer Geschichtenwerkstatt der Vorschulkinder mit der Schriftstellerin Hanna Jansen und dem Illustrator Niklas Schütte um das Kuscheltier - in Echt, beim Erzählen und Vorlesen, beim Spielen und kreativen Gestalten.

(bb) Alles dreht sich in diesen Tagen bei den Vorschulkindern der Kita Kelberg um ihre Kuscheltiere. Sie haben ihre eigenen — Hunde, Katzen, Bären, Hasen hauptsächlich — mitgebracht. Sie heißen Kathi oder Oli oder haben keine Namen. Die Fünf- und Sechsjährigen haben schon Geschichten gehört, erzählt und erfunden und Bilder gemalt. Nun lautet die Aufgabe, den Umriss eines Bären auszugestalten. Alexander färbt den Bauch seines Bären rot, setzt schwarze Punkte darauf und erklärt: „Das ist ein Marienkäferbär“. Lottas Bär bekommt viele Glitzerherzen, Jakobs Bär dunkelrote Wuschelhaare, Annas Bär eine gestreifte Hose. So entsteht ein buntes Bärenland.  In einen fast 100 Jahre alten Bogen der Kinderliteratur ist die Geschichtenwerkstatt eingebunden. Sie beginnt mit Jansens neuem Kinderbuch „Hasen in der Nase“, in dem ein Esel als Kuscheltier eine wichtige Rolle für einen Jungen spielt, dem es stinkt, dass er mit seiner Mutter aufs Land ziehen muss. Sie endet mit einer Lesung von Niklas Schütte aus „Pu der Bär“, dem 1926 erschienenen Kuscheltierbuch um einen gutmütigen, etwas vergesslichen Zeitgenossen. Auch in Jansens Geschichte „Linus im Glück“, die ebenfalls eine Rolle spielt, geht es um den Kuscheltier-Klassiker Bär – ob dick oder dünn, groß oder klein, kariert oder schick frisiert.

   Hanna Jansen und Niklas Schütte leiten die Geschichtenwerkstatt als Paten des Bündnisses „Kultur macht stark“ (siehe Info). Für die Kelberger Kita ist es eine Premiere. Für die Vorschulkinder ist die Begegnung mit der Schriftstellerin und dem Illustrator mit dem Mix aus Zuhören, Erzählen, Spielen, Malen und Basteln „etwas Einmaliges und ganz Tolles“, wie es die Erzieherin Rita Jax, die das Projekt zusammen mit ihren Kolleginnen Sabine Bürger, Silvia Müller und Lena Simon betreut, auf den Punkt bringt. Fragt man die Kinder, sagen sie: „schön“ (mit drei ö).

   „Kuscheltiere, vor allem das Lieblingskuscheltier, haben in der Regel eine höchst emotionale Bedeutung für Kinder“, begründet Jansen die Auswahl des Themas. Und erklärt: „Sie sind enge Vertraute und Gefährten im Alltag, beim Spiel, beim Einschlafen, während der dunklen Nacht und dienen nicht selten als gleichwertige Gesprächspartner, denen auch Sorgen anvertraut werden können.“