1. Region
  2. Vulkaneifel

Hillesheimer Häuser und Mauern informieren nun über Stadtgeschichte

Tourismusentwicklung : Hillesheim ist nun auf eigene Faust erkundbar

Die Stadtführerin Felicitas Schulz hat eine alte Idee wieder aufgegriffen und gemeinsam mit der Stadt und handwerklich versierten Senioren Infotafeln an 19 sehenswerten Punkten installieren lassen.

Als Krimistadt in der malerischen Vulkaneifel hat sich Hillesheim einen Namen weit über die Grenzen der Region gemacht, doch die Stadt hat mehr zu bieten als wohlige Gänsehaut-Momente und schaurige Geschichten von Mord und Totschlag.

Um Gästen und Einheimischen auf den ersten Blick die Historie der teils bemerkenswerten alten Gebäude in Hillesheims zu gewähren, hat die Stadtführerin Felicitas Schulz in Zeiten der Corona Pandemie eine lange gehegte Idee wieder aufgegriffen und weiter entwickelt. Sie entwickelte Tafeln mit Kurzinformationen für die Fassaden.

Sowohl die Stadtverwaltung als auch Stadtbürgermeisterin Gabi Braun ließen sich ebenso für die Idee begeistern wie der Geschäftsführer der Tourist-Information, Manfred Schmitz. Sie unterstützten alle die Umsetzung des Projekts.

Mit fachlicher Hilfe von Klaus Follmann wurden interessante Punkte und Häuser im Ort ausgesucht, nach Rücksprache mit den den Gebäudebesitzern und dem Erhalt ihres Einverständnis konnte man sich auf die Suche nach den versierten Handwerkern machen.

Manfred Bauer, Ernst Mathar und Hans-Ottmar Weyand von der Seniorengruppe boten ihre Unterstützung an, um die Schilder zu befestigen. Allerdings bremste die Corona Pandemie das Projekt aus, doch langsam zeichnet sich der Abschluss ab.

Der Hillesheimer Allround-Handwerker Manfred Bauer, genannt Pat, erzählt von den Schwierigkeiten mit denen sich die Herren konfrontiert sahen: „An den Gebäuden mit glatten Fassaden war das Anbringen einfach, hingegen an den unebenen verschiedenen Bruchsteinwänden der Stadtmauer habe ich Aluplatten in 3 und 4 mm Stärke zurecht geschnitten, um die darauf befestigten Schilder anzubringen.“

In der Altstadt und am Stadtrand hängen nun 19 Schilder mit Kurzinformationen, den offiziellen Charakter der Tafeln unterstützt das beigestellte Hillesheimer Wappen.

Zu den berücksichtigen Sehenswürdigkeiten gehören unter anderem Burgbrunnen, Neutor, Stadtmauer sowie Alter Born, Schweinemarkt und acuh die kurfürstliche Mühle. Das Burgmannenhaus ist das älteste Gebäude in der Europäischen Beispielstadt. Übrigens gab es ursprünglich sieben dieser Häuser, wovon aber nur eines aus Stein erhalten blieb.

Fünf Arbeitseinsätze waren nötig, um die Krimistadt flächendeckend mit den Infoschildchen auszustatten, vorübergehende Gäste und Anwohner begleiten die Arbeiten der ehrenamtlich aktiven Senioren  mit Lob und Anerkennung.

Die seit vielen Jahren in Hillesheim tätige Seniorengruppe kann auf eine erfolgreiche Mitarbeit zur Entlastung der Stadtverwaltung und dem Wohl der Bürger zurückblicken. In diesem Jahr hätten sie gern mehr geleistet, sagt Bruno Meyer, was wegen Corona aber nicht möglich gewesen sei.

Den Rest des Jahres werden die Senioren übrigens nicht die Hände in die Schösse legen. Für den Herbst ist noch geplant, das Geländer am Lindenplatz zu reinigen und neu anzustreichen. Das wäre dann der Abschluss eines arbeitsreichen Jahres, bei dem unter erschwerten bedingungen gearbeitet wurde. In den vergangenen Monaten wurde unter anderem auf dem Eifelsteig am Bahndamm oberhalb des Bolsdorfer Tälchens gemeinsam mit Helfern des Eifelvereins eine gut begehbare Treppe gebaut und auch die Barfußfelder wurden wieder in Ordnung gebracht, genauso wie der Bouleplatz, der gleich mal ganz neu angelegt wurde.