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Tim Becker tritt bei Bürgermeisterwahl in der VG Daun an

Bürgermeisterwahl : Tim Becker (parteilos)

Neuer Bürgermeister für die Verbandsgemeinde Daun gesucht: Der aus Daun stammende und in Darscheid wohnende Tim Becker tritt als einziger parteiloser Kandidat an.

Er ist der einzige Bewerber ohne Parteibuch, der zur Wahl antritt: Tim Becker. Nachdem feststand, dass Werner Klöckner nach 26 Jahren als Verwaltungschef in den Ruhestand gehen würde, reifte bei Becker der Entschluss, sich um die Nachfolge zu bewerben. „Auch weil er mich dazu ermutigt hat“, berichtet der 47 Jahre alte gebürtige Dauner, der mittlerweile mit seiner Familie in Darscheid lebt. „Werner Klöckner ist Vorbild für mich, was die Führung einer Verwaltung angeht, und ein Mentor, was die Themenfelder angeht, die er in den Mittelpunkt gestellt hat: der demografische Wandel, seine Auswirkungen für den ländlichen Raum und wie man sich dem stellen kann.“

Zur Verbandsgemeinde-Verwaltung hatte er lange eine familiäre Verbindung: Dort hat sein Vater Gerd (mittlerweile 75 Jahre alt) von 1962 bis 2006 gearbeitet, zuletzt als Büroleiter.

Er verfügt also über einen großen  Erfahrungsschatz in Sachen Verwaltungsarbeit, den Sohn Tim nicht missen möchte. „Auch mein Vater hat mich bestärkt, als ich darüber nachgedacht habe, mich zu bewerben. Seit der Entschluss feststeht, hatten wir viele Gespräche, Lehrstunden im besten Sinne des Wortes mit grundlegenden Themen der Verwaltungsarbeit. Für mich ist lebenslanges Lernen sowieso wichtig und die Verbandgemeindeverwaltung wird mit mir eine lernende Institution sein.“

Dass er sich mal um einen hauptamtlichen Bürgermeisterposten bewerben würde, hatte Becker wohl bei seiner Rückkehr in die Eifel vor sechs Jahren nicht gedacht. Er hat unter anderem in Bamberg Sozialwissenschaften studiert und ist promovierter Musikwissenschaftler. Er spielt Trompete in einer Karnevalsband, hat aber auch noch eine andere große Leidenschaft: die Heimatforschung.

Liegt wohl in der Familie, denn auch Vater Gerd war in diesem Bereich aktiv. Und nicht zu vergessen: das Platt. Was sich auch auf seinen Wahlplakaten und -transparenten widerspiegelt, findet sich darauf doch ein „Daje“.

Aber was steht bei ihm ganz oben auf der Aufgabenliste, sollte er Bürgermeister werden? „Mich vor allem um die Seele der VG-Verwaltung kümmern, denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leiden doch stark unter der angespannten Personalsituation. Zudem will ich den Arbeitsplatz Rathaus zu einem noch familienfreundlicheren Ort für die Beschäftigten machen.

Und dabei als Vater von zwei kleinen Kindern als Vorbild vorangehen.“ Und da ist noch die Idee eines „Kulturdezernats“: „Egal, wo es angesiedelt sein würde: Aus meiner Sicht braucht es eine zentrale Anlaufstelle, wo Kulturanliegen gebündelt werden. Und keine Sorge: Dafür muss kein eigene Stelle geschaffen werden.“