1. Region

Warum Malu Dreyer für einen Teil-Lockdown ist

Pandemie : Warum Malu Dreyer für einen Teil-Lockdown ist

Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin spricht sich für einen Teil-Lockdown aus, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Man brauche einen „effektiven Wellenbrecher“, schreibt Malu Dreyer auf ihrer Facebook-Seite.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer spricht sich für einen Teil-Lockdown aus. Da sich das Corona-Virus rasant ausbreite, brauche man „einen effektiven Wellenbrecher“, schreibt Dreyer auf Ihrer Facebook-Seite. „Wir müssen einen Weg finden, wie wir Kontaktvermeidungen schaffen, ohne Kitas, Schulen und das Wirtschaftsleben zu schließen“, so Dreyer.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte den sogenannten Wellenbrecher ins Gespräch gebracht. Darunter versteht er einen befristeten Shutdown, um das exponentielle Wachstum der Corona-Infektionen zu stoppen. Man brauche „eine Atempause, eine Art Wellenbrecher-Lockdown“, sagte Lauterbach in einem Fernsehinterview. Ziel müsse es sein, aus dem exponentiellen Wachstum wieder rauszukommen, „sonst sind wir in drei Wochen wieder da, wo wir im Frühjahr waren, nur dass wir dann vor einem langen Winter stehen und in einen kompletten Lockdown müssten“.

Auch Dreyer weist auf die Dynamik des Infektionsgeschehens hin. Man könne heute nicht mehr einzelne konkrete Ausbruchsgeschehen lokalisieren. „Vor zwei Wochen hatten wir hauptsächlich private Feiern als Hotspots ausgemacht. Mittlerweile haben sich von dort die Ansteckungen in alle Lebensbereiche verbreitet“, so Dreyer.

Zuvor hatte der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Christian Baldauf, in einem Brief an Dreyer vor überzogenen Maßnahmen für Gastronomie und Hotellerie gewarnt. Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion betont in seinem Schreiben, dass die „die nun vorzunehmenden Weichenstellungen eine schwierige Gratwanderung“ bedeuteten. Kontaktreduzierungen an der richtigen Stelle seien unverzichtbar. Zugleich müsse aber alles vermieden werden, was sowohl bei den Bürgerinnen und Bürgern als auch bei den Betrieben zu weiterer Verunsicherung führt, so Baldauf.