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TBB: Manager hat schon Jan Ullrich beraten

Michael Lang. Foto: Privat
Michael Lang. Foto: Privat FOTO: (g_sport
Trier. Wenn die neu gegründete Trierer Ballsportbewegung heute zu ihrer nächsten Pressekonferenz einlädt (18 Uhr/Arena Trier) wird erstmals auch der neue Manager anwesend sein: Michael Lang (48, Sportpsychologe) hat bereits für Jan Ullrich gearbeitet. Als neuer Trainer wird derweil Ralph Held gehandelt. unseren Redakteuren Marek Fritzen und Mirko Blahak

Trier. Eigentlich müsste Michael Lang bestens erholt sein - er kommt direkt aus Mallorca an die Mosel. Doch Urlaub hat der neue Manager der Trierer Ballsportbewegung (UG) auf der Baleareninsel nicht gemacht, er kommt von der Uni. Als Dozent hat er an der Ascenso Business- und Medienakademie die Fächer "Sportökonomie" und "Sport, Medien und Gesellschaft" unterrichtet. Lang ist Diplom-Psychologe. Seit 2006 ist er für eine Kommunikationsagentur tätig mit den Schwerpunkten Medientraining, Coaching und PR-Betreuung. In diesem Rahmen hat er mehrere Lehraufträge übernommen - unter anderem den auf Mallorca.
Mit dem heutigen 1. Juli tritt Lang seinen neuen Job als Manager und Geschäftsstellenleiter des neu gegründeten Trierer Profi-Basketballvereins an. Auf einer Pressekonferenz in der Arena Trier um 18 Uhr wird der 48-Jährige heute Abend der Öffentlichkeit vorgestellt. "Ich freue mich auf die Aufgabe, die Strukturen in Trier sind gut, es wird spannend, dort etwas Neues aufzubauen", erklärt Lang im TV-Gespräch. Der Kontakt an die Mosel, so berichtet der gebürtige Ansbacher, sei über einen ehemaligen Studenten entstanden. "André Ewertz, der heute in der Geschäftsstelle des Vereins tätig ist, hat die Verbindung hergestellt."
Lang besitzt Management-Erfahrung. Von 1994 bis 1998 war der Mittelfranke beim Deutschen-Sport-Fernsehen (DSF) in München beschäftigt, von 1998 bis 2005 als General-Manager beim Football Club Berlin Thunder, wo er unter anderem für Sponsoring und PR-Arbeit zuständig war. In seiner Funktion als Sport-Psychologe betreute Lang die Profis des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart über drei Jahre bis 2014. Zudem beriet er den ehemaligen Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich im Zuge der Dopingvorwürfe gegen ihn in Sachen Krisenkommunikation. Durch seine Arbeit der letzten 20 Jahre hat Lang nach eigener Aussage gute Kontakte in die Sportszene - für einen Basketballverein hat er allerdings bisher noch nicht gearbeitet. Er sagt: "Ich bin dem Basketball wohlgesonnen. Wenn es allerdings um die Kaderzusammenstellung geht, vertraue ich voll und ganz auf die Fachkenntnisse von Henrik Rödl, Wolfgang Esser und den anderen Verantwortlichen." Er selbst formuliert seine Aufgaben in Trier wie folgt: "Mein Ziel ist es, den Verein im wirtschaftlichen Bereich in solides Fahrwasser zu bringen, um den Fans zu zeigen, dass es mit dem Club wieder aufwärts geht." Sein Aufgabenfeld umfasst auch den Bereich Finanzen. Unterschrieben hat er zunächst für ein Jahr.
Bei der Pressekonferenz heute Abend stehen außerdem Informationen zum Stand der Lizenzierung für die Pro A sowie Details zum neuen Vereinsnamen und Logo auf dem Programm.
Wird auch die Frage des neuen Trainers beantwortet? "Da gibt es noch nichts zu vermelden, wir werden noch keinen Trainer präsentieren", sagt Wolfgang Esser, Sportbeirat des neuen Vereins. Nach TV-Informationen gilt Ralph Held als Kandidat. Er war bei den Trierer Basketballern einst sieben Jahre lang die rechte Hand von Trainer Don Beck. Seit 2002 zieht der Ex-Sportlehrer am Bitburger St.-Willibrord-Gymnasium bei den Baskets Oldenburg die Strippen im Hintergrund. Dort soll heute womöglich seine Demission als Co-Trainer verkündet werden. Zum TV sagte Held gestern lediglich: "Kein Kommentar!"