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Handball: Miezen heute im Derby gegen Koblenz/Weibern

Handball: Miezen heute im Derby gegen Koblenz/Weibern

Kein Spiel ist für die Miezen so emotional wie das Derby gegen Koblenz/Weibern. Angesichts der Tabellensituation wollen die Triererinnen heute (19.30 Uhr) mit Feuer gegen die Vulkanladies den Abstiegsplatz verlassen.

Trier. Alle Augen auf Franzi: So heißt das Motto beim "Miezen-Clasico" zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde heute (19.30 Uhr, Arena) gegen die Vulkanladies Koblenz/Weibern. Neuzugang Franziska Garcia-Almendaris, die gestern ihre erste Trainingseinheit mit den Miezen absolvierte, wird ihr Debüt im MJC-Trikot geben - die deutsche Meisterin mit dem Thüringer HC ist beim Tabellenletzten eine neue Hoffnungsträgerin, auch wenn sie noch Zeit brauchen wird, sich einzuspielen. "Wir sollten keine Wunderdinge von ihr erwarten, schließlich wird sie nach nur einmal Training gleich ins kalte Wasser geworfen", sagt Co-Trainerin Jana Arnosova: "Aber sie ist Profi und wird sich schnell ins Team integrieren."
Und mit Garcia-Almendaris, die Silvia Solic (Hüft-Operation) bis zum Saisonende ersetzt, soll der "Weibern-Fluch" gebrochen werden: Seit deren Wiederaufstieg in der Saison 2012/13 haben die Miezen alle drei Begegnungen gegen den Rheinland-Rivalen verloren, inklusive der 20:30-Klatsche zum Saisonstart in Koblenz. Vielleicht ist es ein weiteres gutes Omen für das Derby, dass die Miezen auch 2012 "zwischen den Jahren" erfolgreich waren, seinerzeit mit dem 28:21 gegen Blomberg den ersten Heimsieg einfuhren. Wie damals hoffen die Miezen auf "eine volle Hütte": "Wir brauchen die Unterstützung der Zuschauer, gerade in dieser Partie, zu der Weibern sicherlich auch viele Fans mitbringen wird. 2000 Zuschauer wären genial", betont Arnosova.
Nach den Weggängen von Trainerin Barna und Spielführerin Huber (siehe Extra) steht keine Ex-Mieze mehr im Kader der Vulkanladies, allerdings finden sich in Nadja Zimmermann, Lisa Schenk und Caroline Thomas drei Ex-Daunerinnen und in Marina Kils eine frühere Spielerin der HSG Wittlich im Team von Koblenz/Weibern. "Der Weggang von Svenja Huber, die Weiberns überragende Spielerin war, sollte sicher kein Nachteil für uns sein", sagt Arnosova. Neben dem Auftakterfolg gegen die MJC gelangen den Vulkanladies bislang drei weitere Siege, sie liegen als Drittletzter mit deutlichen sechs Punkten Vorsprung vor einem Abstiegsplatz.
Für die Miezen soll die heutige Partie die erfolgreiche Ouvertüre zum "Abstiegsschlager" 48 Stunden später (Montag, 19.30 Uhr) beim derzeit punktgleichen Vorletzten HSG Bensheim/Auerbach werden. "Aber unser ganzes Augenmerk gilt erst einmal Weibern. Wir spielen voll auf Sieg, alle sind heiß", sagt Arnosova, der heute der komplette Kader zur Verfügung steht. Leicht angeschlagen sind nur Andrea Czanik und Maria Kroyer. BP
DJK/MJC Trier (Kader): Vogt, Kockler, Flöck - Pilmayer, Derbach, Adeberg, Schneider, Mohr, Irsch, Kroyer, Vallet, Czanik, Garcia-Almendaris, Pötters, Kordel, SattlerExtra

Unruhe bei den Vulkanladies: Anfang Dezember gab Koblenz/Weibern die Trennung von Trainerin Ildiko Barna bekannt, die offiziell wegen eines Kreuzbandrisses mit sofortiger Wirkung durch Christoph Barthel ersetzt wurde. Und vor wenigen Tagen verkündete in Svenja Huber eine weitere Ex-Mieze ihren Abschied: Die Spielführerin wechselte zum deutschen Meister Thüringer HC - ein Grund ist die Trennung von Barna: "Das hat uns schockiert. Wir sehen weder sportliche noch andere Gründe", sagte Huber. BP