Miezen-Trainerin redet Tacheles

Handball : Trainerin redet Tacheles: „Ein Spiel zum Vergessen“

Handball: Miezen verlieren 22:36 beim Tabellenführer Rosengarten und leisten sich im Angriff ein Vielzahl von Fehlern.

(BP) Als die Partie gelaufen war, stellte die Trainerin ihre Mannschaft zur Rede: „Was soll ich denn nun in der Pressekonferenz sagen, warum ihr so schlecht gespielt habt?“ Elena Vere­schako war sauer auf die Leistung, die ihre Miezen am Samstagabend abgeliefert hatten. Zwar waren die Triererinnen als Tabellenletzter der 2. Frauen-Handball-Bundesliga krasser Außenseiter beim neuen Tabellenführer Buchholz-Rosengarten, der nun das Optimum von 24:0 Punkten auf dem Konto hat. Aber die 22:36 (11:20) hätte wahrlich nicht so deutlich ausfallen müssen, meint Vereschako: „Einige Spielerinnen haben ihr Potenzial vielleicht zu 50 Prozent abgerufen. Wir hatten uns so intensiv auf die Taktik von Rosengarten vorbereitet, und dann so was.“

Am Samstagabend lagen Welten zwischen den „Heide-Luchsen“ sowie den Miezen von der Mosel. Im Endeffekt war nach 5:30 Minuten die Messe für die Triererinnen schon gelesen, denen scheinbar die lange Busfahrt noch in den Knochen steckte. Die Gastgeberinnen zogen auf 5:0 davon, nach gerade einmal vier Minuten nahm Vereschako ihre erste Auszeit, doch die verpuffte. „Wir haben immer wieder – mindestens zehnmal – den gleichen Fehler im Angriff gemacht. Immer wieder wurde versucht, Kreisläuferin Andrea Czanik anzuspielen, obwohl sie doppelt gedeckt wurde. Und aus jedem Fehlpass machte Rosengarten ein Gegenstoßtor“, sagt die MJC-Trainerin.

Hätte nicht Torfrau Melanie Eckelt so stark gehalten, der Rückstand wäre noch schneller noch größer geworden. Dennoch: bereits nach 17 Minuten betrug der Abstand beim 5:13 acht Treffer, zur Pause hieß es 11:20 aus Trierer Sicht. „In der zweiten Hälfte haben wir im Angriff etwas disziplinierter gespielt, aber dann haben wir uns zu viele Fehler in der Abwehr geleistet. 36 Gegentore sind viel zu viel, das war ein Spiel zum Vergessen“, meinte Vereschako, deren Team nach dem Seitenwechsel konstant zwischen zehn und 14 Toren hinten lag.

Im neuen Jahr stehen für die Miezen die Wochen der Wahrheit an, denn dann warten die Duelle bei den direkten Abstiegskonkurrenten Lintfort, Gedern/Nidda und Harrislee. Dort muss das Konto, das derzeit 5:19 Zähler aufweist, unbedingt „gefüttert“ werden, will man noch Chancen auf den Klassenerhalt (drei Mannschaften steigen in die 3. Liga ab) haben.

DJK/MJC Trier: Baranowska, Eckelt - Petrovska (1), Sattler, Ilciukaite (1), Houben (4/3), Czanik (2), Tolic (3/1), Szabo (3), Zrnec (4), Simon-Varga (4) - Beste Werferinnen Rosengarten: Puls (6/1), Land (5)

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