Träume schmelzen in der Sonne

Drei Monate Vorbereitung - und dann unbarmherzige Hitze. Trotz der schwierigen Bedingungen sind mehr als drei Dutzend der Teilnehmer des TV-Stadtlauftrainings ins Ziel gekommen.

Trier. Geron Kohl schaute ungläubig und natürlich enttäuscht auf seine Stoppuhr am Handgelenk: 52 Minuten und 46 Sekunden stand darauf. "Ich wäre gerne unter 50 Minuten gelaufen", sagte der 55-Jährige. Aber die Träume von mancher Bestzeit schmolzen beim Trierer Stadtlauf wie Eis in der heißen Juni-Sonne.
Obwohl der Zehn-Kilometer- und der Halbmarathonlauf eine Stunde früher als vor einem Jahr gestartet wurden (um 9 Uhr und 9.10 Uhr) lagen die Temperaturen vom ersten Meter an über 20 Grad. Auch zwölf Wochen Vorbereitungstraining, wie sie Abonnenten und Mitarbeiter des Trierischen Volksfreunds bei Jens Nagel, Michael Plaul und Norbert Ruschel genossen hatten, können die Naturgesetze nicht außer Kraft setzten. Und die wirken: Bei Wärme läuft man langsamer.
Temperaturen über 25 Grad konnten TV-Mitarbeiterin Claudia Flesch allerdings nicht von einem Doppelstart abhalten. Erst gewann 40-Jährige über zehn Kilometer die Altersklasse der 40- bis 44-Jährigen. Ihre Zeit: 42:42 Minuten - wenn das kein Fingerzeig auf einen baldigen Marathonlauf ist! Anschließend war sie im SWT-Firmenlauf über 4,2 Kilometer in 17:43 Minuten zweitschnellste Frau. Schnellster Läufer des TV-Teams über 21,1 Kilometer war Herbert Thies. In 1:34:34 Stunden belegte er den 46. Platz bei den Männern. Einen besonderen Empfang bereitete Norbert Ruschel den TV-bewegt-Läufern: Er stand mit Sekt im Ziel und stieß mit allen an, dass sie die Herausforderung auch bei so schweren Bedingungen gemeistert hatten. teu