1. Dossier

Das Rückgrat in der Krise

Das Rückgrat in der Krise

Der Neujahrsempfang der Kreis-FDP brachte am Samstagmorgen die Liberalen ins Haus Beda nach Bitburg. Ihrer Einladung waren Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefolgt. Auch die Sternsinger hatten ihren traditionellen Auftritt.

Bitburg. "Unsere ländliche Heimat in der globalisierten Welt", titelte die Festrede, die der FDP Bundestagsabgeordnete Edmund Geisen an die Zuhörer richtete. Er bewertete die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise, definierte die Bestimmungsfaktoren der Zukunft mit technischem Fortschritt, demographischer Entwicklung, Klimaschutz und Globalisierung.

Geisen vertrat die Auffassung, dass gerade in einer globalisierten Welt die ländlichen Räume das Rückgrat der Gesellschaft bilden. "Ich glaube, dass die Gesellschaften in der Globalisierung gewinnen werden, die auf die Kraft der Bürgerinnen und Bürger setzen", sagte der Politiker. Diese Bürgergesellschaften, in der die Menschen Verantwortung übernehmen und Mitmenschlichkeit zeigten, existierten besonders noch im ländlichen Raum. Deshalb sei es für ihn als Politiker auch so wichtig, Politik für seine Heimat zu machen, sagte Geisen.

Der Vorsitzende Hermann-Josef Marx hatte zuvor die Gäste begrüßt und FDP-Urgestein Marie-Louise Niewodniczanska machte ihre Ausführungen zur Bundes-, Landes- und Kreispolitik. Sie lobte die Rückkehr zur ungekürzten Pendlerpauschale, kritisierte die zu bürokratische Erbschaftssteuer und vermutete durch den Gesundheitsfonds keine Verbesserungen, aber Teuerung. Im Land hofft sie auf ein Ende der sozialdemokratischen Alleinregierung. Für Bitburg lobte sie die Ganztagsbetreuung in den Kindergärten und Schulen.