Neues Einzelhandelskonzept: Trier geht offensiv auf Kundenfang

Neues Einzelhandelskonzept: Trier geht offensiv auf Kundenfang

Mit einem neuen Einzelhandelskonzept will Trier seine Position als wichtigste Einkaufsstadt der Region festigen. Es geht dabei nicht nur um die koordinierte Verbesserung des Angebots in den Stadtteilen. Im Fokus stehen auch die Kunden aus den anderen Städten, vor allem aus Luxemburg.

Die Stadt Trier geht mit einem komplett überarbeiteten Konzept für die Entwicklung des Einzelhandels neue Wege. "Wir haben für 750.000 Menschen in der Region als Oberzentrum eine wichtige Funktion", betonte Oberbürgermeister Klaus Jensen am Dienstag bei der öffentlichen Präsentation des 317 Seiten umfassenden Entwurfs.
Dieser sieht eine Erweiterung der Trierer Innenstadt um Paulin- und Saarstraße ebenso vor wie eine verbesserte Versorgung in den Stadtteilen. Das Konzept bietet auch konkrete Hinweise auf mögliche Ergänzungen, um Trier für Kunden aus dem Umland noch attraktiver zu machen.

Handel im Wandel

Bedarf gibt es demnach zum Beispiel für den Bereich Spiel, Sport und Hobby, für Möbel sowie für Spezialsortimente im Bekleidungssektor.
Wirtschaftsdezernent Thomas Egger nennt das Konzept, über das der Stadtrat im Herbst abschließend beraten wird, ein "eindeutiges Bekenntnis zur Innenstadt und gegen großflächigen Einzelhandel auf der Grünen Wiese". Nun sei es wichtig, die Abstimmungen mit den Städten in der Region zu erreichen.
Im Fokus stehen besonders die Kunden aus Luxemburg. Sie tragen jährlich bis zu 155 Millionen Euro zu den Einzelhandelsumsätzen in der Trierer City bei. Das entspricht fast 30 Prozent der Gesamtsumme. Das Einzelhandelskonzept soll Basis für eine koordinierte Weiterentwicklung der Einkaufsstadt Trier sein.

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