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Gut ausgerüstet zur Schule

Bevor du deinen Ranzen das erste Mal auf den Rücken geschnallt hast, hatte er schon einen weiten Weg hinter sich. Foto: Franziska Kraufmann/dpa
Bevor du deinen Ranzen das erste Mal auf den Rücken geschnallt hast, hatte er schon einen weiten Weg hinter sich. Foto: Franziska Kraufmann/dpa
25 Euro kostet ein gefüllter Ranzen - viel Geld für arme Familien in der Ukraine. Volksfreund-Leser haben 120 Kindern einen guten Schulstart ermöglicht. Auch das Imkerei-Projekt im Kongo ist finanziert. Die Ebola-Krise in Sierra Leone verschärft sich dagegen. Daniel John

Trier/Iwano-Frankiwsk/Matadi. Für 120 Kinder im Westen der Ukraine war der Schulbeginn in dieser Woche ein besonderer Grund zur Freude: Sie sind bestens ausgestattet mit allem, was sie daür benötigen: Ranzen, Stifte, Hefte. Beileibe keine Selbstverständlichkeit, denn die Mädchen und Jungen aus der 227 000-Einwohner-Stadt Iwano-Frankiwsk stammen aus armen Familien, denen das Geld fürs Nötigste fehlt. Ermöglicht haben die Anschaffung die Stiftung Menschen in Not im Bistum Trier, der Caritasverband vor Ort - und natürlich die Volksfreund-Leser, die bei der Aktion "Meine Hilfe zählt" 3000 Euro für das Projekt gespendet haben.
Gute Neuigkeiten gibt es auch aus der Demokratischen Republik Kongo: Dort können bald die Bienen auf Pollensuche gehen, denn auch das Projekt des Vereins Konga - Freundeskreis Tshuapa ist vollständig finanziert. Die fleißigen Insekten sollen mit ihrem Honig Familien ein Einkommen sichern und gleichzeitig dazu beitragen, dass der Regenwald in der Provinz Bas-Congo wirtschaftlich genutzt und damit auch geschützt oder sogar wieder aufgeforstet wird. Fast 7500 Euro sind dafür zusammengekommen. Der Projektverantwortliche Wolfgang Leinen berichtet in seinem Blog auf www.volksfreund.de/meinehilfe: "Die bereits finanzierten Bienenkästen sind gebaut, Schutzanzüge genäht, Rauchgefäße hergestellt, Werkzeuge besorgt. Bald kann es mit der Schulung und der Gewinnung von Jungimkern losgehen."
Schwierig ist dagegen die Situation in Sierra Leone, wo Salesianerbruder Lothar Wagner gegen Ebola kämpft. "Wir müssen unsere Patienten inzwischen im Freien behandeln und haben keine Schutzkleidung außer Handschuhen", schreibt er in seinem Blog. Der Grund ist, dass nach seinen Angaben eine geplante Hilfslieferung mit Schutzkleidung ins Stocken geraten ist, weil mehrere Fluggesellschaften das Land nicht mehr anfliegen. In dieser Woche sollte sie nun auf den Weg gebracht werden. "Ich bete, dass wir die Waren doch noch erhalten", so Wagner. Auch die Nahrungsmittelvorräte, mit denen einheimische Familien versorgt werden, gingen langsam zur Neige. Wer die Arbeit der Organisation Don Bosco Fambul unterstützen möchte, kann dies weiterhin unter der Projektnummer 20844.
Auch ein neues Projekt gibt es in dieser Woche: Der Förderverein des Trierer Frauenhauses bittet um Spenden für die Finanzierung von Dolmetscherinnen. Laut Verein suchen zunehmend Frauen mit Migrationshintergrund, die wenig oder gar kein Deutsch sprechen, mit ihren Kindern Zuflucht in der Einrichtung. Ihnen möchte der Verein Unterstützung bei Arztbesuchen oder Ämtergängen geben und auch Beratungsgespräche in ihrer Muttersprache ermöglichen. Angemeldet ist ein Bedarf von 500 Euro, Spenden sind unter der Projektnummer 21591 möglich.
volksfreund.de/meinehilfeExtra

Per Banküberweisung an "Meine Hilfe zählt", Konto 220012, Sparkasse Trier (BLZ 58550130), IBAN: DE47585501300000220012 oder Konto 191919 bei der Volksbank Trier (BLZ 58560103), IBAN: DE67585601030000191919 Im Verwendungszweck bitte immer die vier- oder fünfstellige Projektnummer angeben, damit die Spende auch dem gewünschten Zweck zufließen kann. Spenden ohne Projektangabe fließen in einen gemeinsamen Topf, der unter allen Initiativen verteilt wird. Falls eine Veröffentlichung des Spendernamens im TV gewünscht wird, bitte ein "X" auf dem Überweisungsformular eintragen. Bis zu einer Summe von 200 Euro wird der Einzahlungsbeleg vom zuständigen Finanzamt als Spendenquittung anerkannt. Ist eine separate Quittung erwünscht, bitte Adresse angeben. Hat ein Projekt bereits vor Buchung der Spende das Spendenziel erreicht, kommt der Betrag anderen "Meine-Hilfe-zählt"-Projekten zugute. Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken, abgefragte Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet, der Trierische Volksfreund trägt die kompletten Transferkosten. red